Große US-Filmstudios stoppen Filmstarts in Russland

Die großen US-Filmstudios Disney, Sony und Warner haben in der Nacht auf Dienstag ihre geplanten Filmstarts abgesagt und dies mit dem Krieg begründet. Bei Disney ist der im März erscheinende Pixar-Film “Turning Red” (dt. Titel “Rot”) betroffen, bei Sony die Marvel-Comicverfilmung “Morbius” und bei Warner der neue “Batman”-

Disney begründete seinen Schritt mit Russlands “grundloser Invasion” in die Ukraine und der “tragischen humanitären Krise”. Zukünftige Geschäftsentscheidungen würden von der Entwicklung der Lage abhängen, hieß von der Walt Disney Corp. Der Konzern würde mit Hilfsorganisationen zusammenarbeiten, um Flüchtlingen zu helfen.

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#news #film #medien

Europäische Kinos lockten 2021 wieder mehr Besucher an

So wurden nach vorläufigen Schätzungen in der EU sowie Großbritannien 383,2 Mio. Eintrittskarten verkauft, was einem Plus von 28 Prozent entspricht.

Für Österreich gibt die Europäische Audiovisuelle Informationsstelle im Vorjahr 5,2 Mio. verkaufte Kinotickets an, während es 2020 lediglich 3,9 Mio. waren. Allerdings konnte man 2019 noch 13,7 Mio. Kinokarten absetzen. Mit dem Zuwachs von 35,2 Prozent vom Jahr 2020 auf 2021 liegt man also leicht über dem europäischen Schnitt. Das Bruttoeinspielergebnis lag bei 52,7 Mio. Euro (2020: 34,7 Mio. Euro; 2019: 129,5 Mio. Euro). Der Marktanteil heimischer Filme lag mit 6,2 Prozent leicht über dem Vorjahr (5,2 Prozent) und deutlich über dem Jahr 2019 (2,8 Prozent).

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#news #kino

Zweitausendeins

„UP, UP” – Eine erfrischende Berliner Serie

GESPRÄCH INTERVIEW

Eine erfrischende, authentische und sympathische Serie aus dem Berliner AlltagMit einer Lebenstausch-App wollen der verwirrte Unternehmersohn Nico, der naive Lebenskünstler Mali und der dünnhäutige Komponist Arthur die Miete für ihre Berliner Wohnung bei einem Start-Up Wettbewerb gewinnen. Zusammen mit der willensstarken Programmiererin Nina testen sie ihre App und geraten jeweils im Alltag des Anderen an ihre eigenen Grenzen.

Als kreativer Leiter – sogenannter Showrunner, arbeitet Maximilian Allgeier eng
mit dem ausführenden Regisseur Linus Joos zusammen. Aus ihrer Feder stammt auch das finale Drehbuch, dessen Grundlage zuvor im Writers Room Prinzip gemeinsam mit Studierenden der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf entstand.

Produzenten sind Jonathan Steinhardt und Maximilian Allgeier.
Im Writers Room schrieben Anisha Cornips, Christoph A. Klimke, Sabrina Maria Stockner und Adrian Mikkat.

Wir haben ein Gespräch mit dem Team und Schauspielern über die Geschichte und Dreharbeiten geführt.

Die Serie “Up Up” ist aktuell in der ARD-Mediathek zu sehen.

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#serie #berlin #kultur #tv

FILM TIPP: 20. Bezirk: „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ im WIFAR

Ein Tipp für Cineastinnen und Cineasten: Im „Wiener Filmarchiv der Arbeiterbewegung, WIFAR“ (20., Wallensteinstraße 68/I) gibt es am Donnerstag, 17. Februar, wieder gute Filme aus früherer Zeit zu sehen.

Um 15.00 Uhr beginnt die Vorführung des Streifens „Morituri – Die Todgeweihten“. In dem Drama wird die tragische Geschichte von NS-Opfern erzählt, die auf der Flucht sind (Deutschland 1948, Regie: Eugen York, Mimen: Lotte Koch, Hilde Körber, Winnie Markus, Walter Richter, u.v.a.). Um 18.00 Uhr fängt die Aufführung des Films „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ an. Der Krimi zeigt die Verfolgung eines Kindermörders durch Polizei und Unterwelt (Deutschland 1931, Regisseur: Fritz Lang, Hauptrolle: Peter Lorre).

Der Eintritt ins „WIFAR“ ist frei, Spenden werden angenommen. Wegen der Corona-Pandemie ist das Sitzplatz-Angebot begrenzt, daher sind Anmeldungen unbedingt notwendig: Telefon 374 53 12, E-Mail wifar@aon.at. Die Besucherinnen und Besucher werden um Beachtung der aktuellen Corona-Bestimmungen ersucht. Weitere Informationen über das „Wiener Filmarchiv der Arbeiterbewegung“ lesen Interessierte im Internet: www.wifar.at.

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#film #kunst #kultur

Kultregisseur Reinhard Schwabenitzky mit 74 Jahren verstorben

Der Filmemacher verstarb am Mittwoch (09.02.2022) nach langer Krankheit.

Der gebürtige Salzburger zählte über Jahrzehnte zu den erfolgreichsten Film- und Fernsehregisseuren Österreichs und schrieb mit „Ein echter Wiener geht nicht unter” in den 1970er Jahren und mit dem „Kaisermühlen Blues” in den 1990er Jahren TV-Geschichte.

Die ersten Erfahrungen als Schauspieler sammelte Schwabenitzky als Kind, als er am Stadttheater St. Pölten in Inszenierungen seines Vaters, des späteren Burgtheaterdirektors Gerhard Klingenberg, mitwirkte. Als er sechs Jahre alt war, ließen sich die Eltern scheiden und der Vater übersiedelte nach Berlin, um als Regisseur in den Babelsberger Filmstudios zu arbeiten. Regelmäßige Besuche bei Dreharbeiten und eine erste kleine Rolle in einem Fernsehspiel Klingenbergs weckten im zwölfjährigen Schwabenitzky die Begeisterung für den Film.

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#news #film

Actionheld “Tyler Rake” nimmt für Dreh DC Tower in Beschlag

Man könnte meinen, die Wiener Donauplatte ist ein schlimmes Pflaster. Wilde Helikopterflüge, Explosionen, Schießereien spielen sich derzeit rund um den DC Tower ab

Grund dafür sind die laufenden Dreharbeiten für den Netflix-Actionfilm “Tyler Rake: Extraction 2”, die nun nach der Ankunft von Hollywoodstar Chris Hemsworth ins heiße Finale gehen. Marijana Stoisits, Geschäftsführerin der Vienna Film Commission, hält das Projekt für den Filmstandort Wien für “ganz, ganz wichtig”.

Hemsworth, der Thor aus dem Marvel-Universum, der laut Medienberichten am gestrigen Dienstag in der Bundeshauptstadt gelandet ist, verkörperte bereits 2020 den australischen Söldner Tyler Rake und bescherte Netflix damit eine der meistgesehenen Produktionen. Nun wird also die Fortsetzung gedreht – und die Crew hat Wien als einen der vorrangigen Drehorte gewählt.

Nach monatelangen Vorbereitungsarbeiten heißt es seit 31. Jänner auf der Donauplatte bereits “Action”, am kommenden Montag (14. Februar) soll dort die letzte Klappe fallen. “Der DC Tower ist fest in Tyler Rakes Hand”, sagte Stoisits am Mittwoch im APA-Gespräch: “Das ist ein Riesenzirkus.” Nicht nur, dass dort gedreht wird, wohnt das Filmteam auch im 250 Meter hohen Wolkenkratzer und hat seine Produktionsbüros dort untergebracht.

Für die Stadt sei diese Riesenproduktion insofern “einfach super”, weil hier einmal ein anderer Aspekt von Wien gezeigt würde. “Normalerweise ist die Innenstadt, das imperiale Erbe gefragt”, erklärte die Commission-Geschäftsführerin. Auch die Tourismuswirtschaft werde sich nach der schwierigen Coronasituation freuen – denn: “Das ist ein Film, der weltweit wahrgenommen wird. Und er kommt genau zur richtigen Zeit.”

Laut Stoisits wurde in ganz Europa nach dem passenden Drehort gescoutet. “Der DC Tower hat ihnen dann gut gefallen.” Denn das Gelände sei relativ freiliegend, weshalb etwa Helikopterszenen vergleichsweise unkompliziert inszeniert werden könnten. Außerdem könne man gut absperren, es gebe auch keinen fließenden Verkehr und genug Abstellflächen für den Fuhrpark der Crew.

Für die Commission-Chefin ist die “Tyler Rake”-Fortsetzung eine der wichtigsten Produktionen für den Filmstandort in den vergangenen 15 Jahren. Zwar gab es immer wieder große Hollywoodprojekte mit Gastszenen in Wien – etwa im Bond-Abenteuer “Spectre” (2015) -, aber hier dauerten die Arbeiten nur wenige Tage. Bei einem zweiwöchigen Dreh wie bei “Tyler Rake” bleibt freilich mehr Geld in der Bundeshauptstadt. In diesem Fall wird die Crew an die 5 Mio. Euro in Wien lassen.

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#film #news

Kurdwin Ayubs “Sonne” eröffnet die Diagonale 2022

Die Diagonale geht nach 25 Jahren einen neuen Weg: Mit dem Eröffnungsfilm “Sonne” von Kurdwin Ayub wird eine Arbeit, die die Ästhetik der Gegenwart mit Smartphone, schnellen Schnitten und Social Media-Storys einfängt, zu sehen sein.

“Mit ‘Sonne’ schenkt Kurdwin Ayub der Diagonale einen außergewöhnlichen Eröffnungsfilm. Bereits mit ihren betörenden Musikvideos, aberwitzigen und bissigen Kurzfilmen und ihrem Dokumentarfilmdebüt ‘Paradies! Paradies!’ zeigte sie auf, dass die Beschreibung der Gegenwart unterschiedlichste filmische Formen erfordert”, hieß es seitens der Diagonale. Die Geschichte von den drei Mädchen Yesmin, Bella und Nati, die Spurensucherinnen in den Lifestylecodes zwischen Retromode und kurdischen Militäruniformen, ist ein “Generationenstatement ohne Selbstmitleid und falsche Moral”. Der Film wirft einen Blick auf Freundinnen, die durch ein Video auf Youtube für kurze Zeit zu Stars werden, und sich zwischen Pubertät, Internet und alltäglichem Rassismus behaupten müssen.

Einen Tag nach der Eröffnung findet die Österreichpremiere von Ulrich Seidls “Rimini” statt. Ein heruntergekommener Schlagerstar versucht, seine Scheinwelt aus Ruhm und Erfolg im Dauerrausch und bei Konzerten vor Bustouristinnen und -touristen aufrecht zu halten. Als seine erwachsene Tochter in sein Leben einbricht, wird er mit seinem falschen Pathos konfrontiert und droht daran zu zerbrechen.

Auch Constantin Wulffs “Für die Vielen – Die Arbeiterkammer” wird im Rahmen des Festivals erstmals in Österreich zu sehen sein. Der Film zeigt die Wechselwirkung zwischen Institution und Gesellschaft, indem er ein präzises Porträt einer Bürokratie im Dienste der Solidarität abbildet.

Die Reihe “Zur Person” widmet sich der Arbeit von Tizza Covi und Rainer Frimmel. Die beiden Filmschaffenden wurden bei der Diagonale schon mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Großen Dokumentarfilmpreis für “Aufzeichnungen aus der Unterwelt”. Nun wird es erstmals eine umfassende Werkschau über die Arbeit der beiden geben. Gezeigt wird unter anderem Frimmels Dokumentarfilmdebüt “Aufzeichnungen aus dem Tiefparterre” sowie die erste gemeinsame Filmarbeit “Das ist alles” von 2001.

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#film #news

Oscar-Nominierungen stehen fest

Mit zwölf Nominierungen geht der Film “The Power of the Dog” von Regisseurin Jane Campion als Favorit ins Rennen um die Oscars.

Zehn Nominierungen erhielt das Science-Fiction-Epos “Dune” des kanadischen Regisseurs Denis Villeneuve. Auch Filme wie “West Side Story”, “Belfast” und “King Richard” haben mehrere Gewinnchancen.

Die deutsche Tragikomödie “Ich bin dein Mensch” von Regisseurin Maria Schrader schaffte es nicht in die Oscar-Endrunde. In der Sparte “International Feature Film” ist der von Kritikern gefeierte japanische Film “Drive my Car” verteten.

Die 94. Oscar-Verleihung soll Ende März in Hollywood stattfinden.

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#film #news #kultur

Goldene Himbeere: Nominierung für Amy Adams und Bruce Willis

Die Schauspieler Bruce Willis und Amy Adams sind für die diesjährige “Goldene Himbeere” nominiert.

Mit dem Negativpreis werden jedes Jahr die laut Jury schlechtesten Schauspiel- und Regieleistungen gekürt. Adams ist in zwei Sparten nominiert, als “schlechteste Hauptdarstellerin” im Psychothriller “The Woman in the Window” und für ihre Nebenrolle im Filmmusical “Dear Evan Hansen”.

Für Willis schufen die Verleiher eine Sondersparte, mit der Begründung, er habe 2021 gleich acht schlechte Rollen gespielt – unter anderem in “American Siege” und “Deadlock”. Für den Titel als “schlechtester Hauptdarsteller” gehen Scott Eastwood, LeBron James und Mark Wahlberg ins Rennen.

Als “schlechtester Film” konkurrieren unter anderem “Space Jam”, der Thriller “Karen” und die Broadway-Produktion “Diana the Musical”. Die Gewinner der Goldenen Himbeere werden am Vortag der Oscar-Gala, am 27. März, verkündet.

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ORF unterstützt sieben neue Kinofilmprojekte mit rund 1,5 Millionen Euro

Während der ORF mit zahlreichen im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens kofinanzierten Produktionen bereits auf den internationalen Festivalbühnen vertreten ist, ist auch schon wieder der Startschuss für neue Produktionen gefallen.

Beim 188. Sitzungstermin der Gemeinsamen Kommission von ORF und Österreichischem Filminstitut, der am Mittwoch, 26. Jänner 2022, stattfand, wurden aus zahlreichen Einreichungen sieben Projekte ausgewählt. Drei Spiel- und vier Dokumentarfilme, darunter ein Innovationsprojekt, werden mit einem maßgeblichen Finanzierungsbeitrag des ORF im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens in der Gesamthöhe von rund 1,5 Millionen Euro unterstützt.

Tereza Kotyk widmet sich im Drama „Das Auenhaus“ drei Frauen-Generationen zwischen Tschechien und Österreich. In „Der grüne Wellensittich“, einem experimentellen Spielfilmentwurf mit realen Protagonistinnen und Protagonisten, verweben Autorin Elsa Kremser und Autor Levin Peter dokumentarische Herangehensweise mit inszenatorischer Gestaltung. Nach dem großen Erfolg von „Die beste aller Welten“ taucht Adrian Goiginger mit seinem Protagonisten „Rickal“ – dargestellt von David Öllerer alias Voodoo Jürgens – in der gleichnamigen Tragikomödie in die Austropop-Szene ein.

Im Dokumentarfilm „Funkstille“ sprechen mehrere Generationen einer evangelisch-methodistischen Familie erstmals miteinander über ihren Glauben. Die Doku „Vista Mare“ wirft einen Blick hinter die Kulissen des beliebtesten Urlaubsziels der Österreicherinnen und Österreicher, der Adria. „2050 – The End Of The Line“ dokumentiert das Leben der letzten Fischer/innen rund um die und in einer Welt, in der die Globalisierung des Fischfangs zum Alltag geworden ist. Der Dokumentar- und Innovationsfilm „Lost Paradise“ widmet sich der Trauma-Verarbeitung der Opfer nach der verheerenden Explosion von Beirut.

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