OESTERREICH

Bank Austria Kunstforum Wien stellt Ausstellungsprogramm 2023 vor

Kogelnik, Motherwell, Walkowiak und Manfredi

© Kiki-Kogelnik-Stiftung, CC BY-SA 3.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0, via Wikimedia Commons

Als eines der beliebtesten Ausstellungshäuser Österreichs wartet das Bank Austria Kunstforum Wien auch 2023 mit nationalen sowie internationalen Größen auf. Im Frühjahr 2023 präsentiert das Wiener Ausstellungshaus Besuchern das vielfältige Werk von Kiki Kogelnik. Für Herbst und Winter 2023/2024 ist eine Ausstellung zum Werk von Robert Motherwell geplant. Der tresor im Bank Austria Kunstforum Wien, der Artspace für zeitgenössische Kunst, widmet sein Ausstellungsprogramm im ersten Halbjahr 2023 Kay Walkowiak und Anja Manfredi.

„Nachdem wir mit David Hockney und Helmut Newton 2022 bereits zwei Top-Künstler vorstellen durften, stehen mit Kiki Kolgelnik und Robert Motherwell 2023 weitere Publikumsmagnete an. Darüber hinaus erwartet uns ein Jahr der Premieren: Mit ‚Kiki Kogelnik: Now Is The Time‘ präsentieren wir die bis dato größte Einzelpräsentation der Künstlerin, ‚Robert Motherwell – Malerei‘ wird die erste Retrospektive zum Werk des großen amerikanischen Künstlers in Österreich seit 1976. Und Anja Manfredi zeigt ab April 2023 im tresor im Bank Austria Kunstforum Wien ihre erste institutionelle Einzelausstellung in Wien“, so Bank-Austria-Kunstforum-Wien-Direktorin Ingried Brugger.

„Helmut Newton Legacy“ noch bis 15. Jänner 2023
Noch bis 15. Jänner 2023 im Bank Austria Kunstforum Wien zu sehen ist die rund 300 Fotografien von Helmut Newton (1920–2004) umfassende Retrospektive „Helmut Newton Legacy“. Durch seine kontroversen Arbeiten im Bereich der Mode- aber vor allem Aktfotografie testete Newton in den 1980er-Jahren gesellschaftlich-moralische Grenzen und fordert auch heute noch – oder vor allem wieder – zu neuen Fragestellungen heraus. Mit sowohl ikonischen als auch bisher nicht gezeigten Arbeiten des Berliner Fotografen bildet die Exhibition ein Gesamtwerk im Spannungsfeld zwischen Kunst und Kommerz, das den sich wandelnden Zeitgeist von den 1960er-Jahren bis etwa an die Jahrtausendwende widerspiegelt. Bereits 115.000 Besucher kann die Ausstellung seit ihrer Eröffnung am 19. Oktober 2022 verbuchen.

„Kiki Kogelnik: Now Is The Time“ von 2. Februar bis 25. Juni 2023
Im Zuge des Ausstellungsprojekts „Kiki Kogelnik: Now Is The Time“ präsentiert das Bank Austria Kunstforum Wien ab dem 2. Februar 2023 das Œuvre einer der bedeutendsten in Österreich geborenen Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts: Kiki Kogelnik (1935–1997). Mittels performativer Praktiken, Installationen, Malereien, Zeichnungen sowie der Verwendung von Keramik behandelte die österreichische Vertreterin der Pop Art bereits ab Anfang der 1960er-Jahre Themen wie Konsumgesellschaft, den technischen Fortschritt, Medizin, Diagnostik und den (weiblichen) Körper und seine Implikationen. Das spielerische, farbenfrohe und hochpolitische Schaffen Kogelniks verfügt damit auch heute noch über eine erstaunliche Aktualität und wird im Bank Austria Kunstforum Wien in der bisher größten Einzelpräsentation ausgestellt.

„Robert Motherwell – Malerei“ von 12. Oktober 2023 bis 14. Jänner 2024
Die zweite Jahreshälfte 2023 widmet das Bank Austria Kunstforum Wien dem malerischen Werk von Robert Motherwell (1915-1991). Obgleich einer der bedeutendsten Vertreter des abstrakten Expressionismus und intellektueller Gegenpol zu dem extrovertierteren und medienwirksameren Jackson Pollock, zeichnen sich die Werke Motherwells durch einen eigenen, charakteristischen Stil aus. Oszillierend zwischen der Europäischen Moderne und der expressiven gestischen Malerei der amerikanischen Nachkriegszeit, durchdringt der amerikanische Künstler seine Arbeiten mit Affekt und Askese, so wie diese für ihn die menschliche Psyche reflektieren. Die 40 ab dem 12. Oktober 2023 im Bank Austria Kunstforum Wien ausgestellten Arbeiten Motherwells umfassen zwei seiner wichtigsten Zyklen: „Elegies to the Spanish Republic“ und „Open“.

Das Ausstellungsprogramm im tresor im Bank Austria Kunstforum Wien
Im tresor im Bank Austria Kunstforum Wien noch bis 15. Jänner 2023 zu sehen ist die Ausstellung „Death and the Maiden – Der Tod und das Mädchen“. Die von den vier ukrainischen Künstlerinnen Lucy Ivanova, Zhanna Kadyrova, Elena Subach sowie Anna Zvyagintseva ausgerichtete Präsentation legt die Erfahrungen sowie Gefühle offen, welche durch den Krieg in der Ukraine hervorgerufen werden und befasst sich mit einer neuen Sensibilität gegenüber allgegenwärtigen Themen wie Gedächtnis, Trauma, Verwundbarkeit des Körpers und die Nähe von Leben und Tod.

Von 16. Februar bis 16. April 2023 verwandelt der Künstler Kay Walkowiak den tresor im Bank Austria Kunstforum Wien in eine raumgreifende Installation, die das Thema Zeit und Zeitlichkeit auf verschiedenen inhaltlichen wie auch medialen Ebenen reflektiert. Im Zentrum der Ausstellung „Eternal Now“ steht der Film „TRACES OF TIME“ (2021), der die (westliche) Zeitwahrnehmung radikal auf die Probe stellt: Mit einer Laufzeit von insgesamt 60 Minuten zeigt der Film 60 individuelle, von verschiedenen Soundtracks untermalte Stillleben, in deren Zentrum jeweils eine Uhr steht.

Im Zeitraum vom 27. April bis 25. Juni 2023 zeigt die österreichische Künstlerin Anja Manfredi ihre erste institutionelle Einzelausstellung in Wien. Das Projekt trägt den Titel „ATLAS“ und zeigt mittels analoger Fotografien sowohl versteckte oder übersehene Orte in der österreichischen Hauptstadt als auch wesentlich entlegenere Orte wie das Atlas-Gebirge in Marokko. Das Werk hat zugleich jedoch auch einen ortspezifischen Anspruch, in dem die Fassade des Bank Austria Kunstforum Wien in Dialog mit umliegenden Architekturen, Kunst- und Bauwerken tritt. Die tieferliegende Botschaft ist, dass dem im Alltag zu findenden Geflecht von historischen und kulturellen Codes und Konnexen zu wenig Beachtung geschenkt wird.

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