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Dichterin Maya Angelou wird erste Schwarze auf US-Vierteldollarmünze

Das Abbild der Poetin, Kämpferin in der Bürgerrechtsbewegung und Bestseller-Autorin, schmückt die neuen amerikanischen „Quarters“.

Die Münze zeigt Angelou mit ausgebreiteten Armen vor einem fliegenden Vogel und einer Sonne. Das US-Finanzministerium schrieb auf Twitter, das Motiv sei „inspiriert von ihrer Poesie und ein Symbol für ihre Lebensweise“. Weitere Münzmotive mit prominenten amerikanischen Frauen seien geplant.

Die Initiative zu der Ehrung stammt von der US-Abgeordneten Barbara Lee, die einen entsprechenden Gesetzentwurf eingebracht hatte. Angelou habe mit „ihrer Brillanz und ihrem künstlerischen Schaffen Generationen von Amerikanern inspiriert“, sagte Lee. Die 1928 in St. Louis geborene Dichterin gilt nicht nur als eine prägende Schriftstellerin ihrer Zeit, sie erreichte mit ihren Büchern auch ein Millionenpublikum in den USA. Bekannt wurde sie mit ihrem Werk „Ich weiß, dass der gefangene Vogel singt“. Darin schrieb sie 1969 über ihre Kindheit und ihre Erfahrungen mit dem System der Rassentrennung.

In den Jahren nach 1959 war Angelou eine Mitstreiterin an der Seite von Martin Luther King in der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung, auch der Aktivist Malcolm X zählte zu ihren Freuden. Angelou las ihr Gedicht „On the Pulse of the Morning“ zur Amtseinführung des Präsidenten Bill Clinton im Jahr 1992, von Präsident Barack Obama erhielt sie 2010 eine der höchsten zivilen Auszeichnungen der USA, die „Presidential Medal of Freedom“. Angelou starb 2014 im Alter von 86 Jahren.

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