Ein ironischer Beitrag von Andreas Schwarz

Auf der neuen Webseite von „Austria First.at“ dessen Betreiber die FPĂ– ist gleich auf der Startseite zu lesen:
„Endlich ist es soweit: AUSTRIA FIRST | Ă–sterreichs Patriotenradio startet am 17. Jänner 2026. Dann gibt es endlich eine echte Alternative zum linken Mainstream auch im Radio: mit echten Hits fĂĽr echte Ă–sterreicher und Nachrichten, die wirklich relevant sind fĂĽr unser Land.„
Das sind also wirklich gute Nachrichten für alle, deren Radio bisher immer nur „linke Meinungsmache“ und störende Fakten ausgespuckt hat: Die FPÖ hat pünktlich zum Neujahrstreffen 2026 in Klagenfurt den Äther befreit! Mit dem neuen Webradio „Austria First“ bekommt Österreich endlich das, was es am dringendsten braucht: Ein Medium, das so patriotisch ist, dass die Antenne beim Einschalten von selbst strammsteht.
Das Programm für den „echten“ Österreicher
Vergessen Sie objektive Berichterstattung – hier gibt es „echte Nachrichten“. Was das ist? Ganz einfach: Nachrichten, die man nicht erst mühsam mit der Realität abgleichen muss, weil sie direkt aus dem Volkskanzler-Labor kommen.
Der Sendeplan (Auszug):
- 06:00 – „Der frühe Vogel fängt den Systemling“: Ein Weckruf mit Herbert Kickl, unterlegt mit Marschmusik im 4/4-Takt (oder 88 BPM, für die ganz Genauen).
- 12:00 – „Mittagsjournal der Wahrheit“: Warum der Klimawandel eigentlich nur eine Erfindung von Radfahrer-Gangs aus Wien-Neubau ist.
- 15:00 – „Wurlitzer der Heimat“: Wir spielen die drei Lieder, die Andreas Gabalier und John Otti noch nicht rechtlich sperren ließen. (Spoiler: Viel bleibt nicht übrig).
- 20:00 – „Echte Österreicher unter sich“: Eine interaktive Rateshow. Wer erkennt den illegalen Einwanderer allein am Klang seines Schnitzelklopfens?
Wer darf zuhören?
Achtung! Der Zugang ist streng limitiert. Wer den Livestream auf austriafirst.at anklickt, muss erst den „Patrioten-Captcha“ lösen. Statt „Klicken Sie auf alle Bilder mit Ampeln“ heißt es dort: „Klicken Sie auf alle Bilder, auf denen Sie keine EU-Flagge sehen.“
Zudem wird das Signal nur an „echte Österreicher“ übertragen. Die Identität wird per KI-Gesichtsscan geprüft: Nur wer einen Gesichtsausdruck zwischen „besorgter Bürger“ und „grantigem Almbauer“ vorweisen kann, bekommt die volle Bandbreite. Wer beim Hören versehentlich ein Croissant isst, wird sofort wegen kultureller Degeneration gesperrt.
Radio, das einfach begeistern wird
Dank modernster FPÖ-Technologie filtert das Radio automatisch alle Wörter aus dem Programm, die mehr als drei Silben haben oder nach „Solidarität“ klingen. Finanziert wird das Ganze natürlich völlig ironiefrei mit dem Steuergeld jener Menschen, deren „Systemmedien“ man gerade abschaffen will. Das nennt man dann wohl „Umverteilung von oben nach ganz rechts“.
Mein Fazit: Ein Meilenstein der Mediengeschichte. Endlich ein Radio, bei dem man nicht mehr nachdenken muss, weil fĂĽr einen gedacht wird.
Andreas Schwarz
Kultur Online TV-FM
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