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Wie locken wir die Generation Z ins Museum?

Für viele junge Menschen klingt ein Museumsbesuch eher nach Bestrafung als nach Freizeitvergnügen. Während TikTok-Trends in Sekunden entstehen, wirken Ölgemälde aus dem 18. Jahrhundert oft wie aus einer fernen Galaxie. Doch der Schein trügt: Die Jugend ist so visuell geprägt wie nie zuvor. Wie schlägt man also die Brücke?

© Bild: KI generiert 2026 Kultur Online TV-FM

Instagrammability & „Aura“

Wir müssen ehrlich sein: Ein Museum, das Fotoverbot erteilt, hat im Jahr 2026 bereits verloren. Junge Menschen suchen Orte, die sie mit ihrer Identität verknüpfen können.

Die Lösung: Kuratierte „Photo-Spots“ und eine Ästhetik, die nicht nur informiert, sondern inszeniert. Das Museum muss zur Kulisse für die eigene Geschichte werden. Die Zeiten, in denen ein Experte von oben herab die Welt erklärt, sind vorbei. Junge Menschen wollen mitreden.

Ein barockes Porträt ist langweilig es sei denn, man erklärt es als das „Selfie des 17. Jahrhunderts“ und zieht Parallelen zu heutigen Schönheitsidealen und Filtern. Das Museum darf nicht nur ein Lernort sein, sondern muss zum sozialen Treffpunkt werden. Events wie „Beats & Bauhaus“ oder Museumsnächte mit lokalen DJs und alkoholfreien Mocktails. Wenn das Museum zum „Third Place“ neben Zuhause und Arbeit wird, sinkt die Hemmschwelle.

Junge Menschen ins Museum zu bekommen, ist kein Hexenwerk. Es erfordert nur den Mut, die Ehrfurcht vor dem Objekt ein Stück weit gegen die Begeisterung für das Erlebnis einzutauschen. Das Museum der Zukunft ist kein Tempel der Stille, sondern ein Labor der Ideen.

Sybille Zimmermann

Kultur Online FM

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