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Der unsichtbare Kleber einer zerbrechlichen Gesellschaft

Wenn wir über Gesellschaft reden, sprechen wir oft über Renten, Mieten und Gesetze. Aber was hält uns eigentlich im Innersten zusammen, wenn der Wind rauer wird? Die Antwort ist so simpel wie essenziell: Es ist die Kultur. Sie ist kein Luxusgut für die Elite, sondern der Raum, in dem wir lernen, ein „Wir“ zu sein.

© Bild: KI generiert 2026

Mehr als nur Unterhaltung

In einer Zeit, in der sich viele Menschen in ihren digitalen Filterblasen isolieren, ist Kultur der letzte echte Ort der Begegnung. Im Theater, im Kino oder bei einer Kunstausstellung sitzen Menschen nebeneinander, die sich im Alltag vielleicht nie ansprechen würden. Sie teilen für einen Moment die gleiche Emotion, das gleiche Staunen oder die gleiche Kritik.

Kultur zwingt uns, die Welt durch die Augen eines anderen zu sehen. Ein Roman über eine Fluchtgeschichte, ein Song über Liebeskummer oder ein Gemälde über Einsamkeit – all das sind Brücken. Ohne diese Brücken würde unsere Gesellschaft in Millionen kleine, egoistische Teilchen zerfallen.

Die leisen Orte verschwinden

Wir sehen jedoch eine gefährliche Entwicklung: Kulturräume in Städten müssen immer öfter kommerziellen Interessen weichen. Wenn das kleine Stadtteilzentrum schließt oder das Kino durch einen Supermarkt ersetzt wird, verlieren wir mehr als nur ein Gebäude. Wir verlieren einen Ort, an dem Gesellschaft passiert.

Fazit
Wir müssen Kultur als das begreifen, was sie ist: Ein lebensnotwendiges Organ unserer Demokratie. Wer an der Kultur spart, spart am Zusammenhalt.

Beitrag: Andreas Schwarz

Kultur Online TV-FM

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