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Klein aber fein – Landsberger Klostereck bietet Platz für Kultur

Das Landsberger Klostereck steht nach der Sanierung jetzt Kultur und Kreativen zur Verfügung. Repräsentativ gelegen zwischen Karolinenbrücke und Hauptplatz ist in der ehemaligen Kapelle aus dem 14. Jahrhundert viel Laufkundschaft garantiert.

„Das war ein Vorwärtstasten von Quadratzentimeter zu Quadratzentimeter“, beschreibt der Uttinger Restaurator Thomas Hacklberger die rund zweijährige Restaurierung der Kapelle. Wobei nicht ‚gemalt‘ wurde: „Restaurierung meint heutzutage Konservierung, Bestandserhaltung.“

Die Fresken wurden gereinigt, Putzschäden ergänzt. Und Salzkristalle, die sich angelagert hatten und Feuchtigkeit auf­sogen, wurden abgetragen. Eine aufwendige Arbeit, sich mit Skalpell, Lupenbrille und äußerster Vorsicht den stecknadelgroßen Kristallen zu widmen.

Jetzt soll das repräsentative Klostereck mit dem großem Schaufenster an einem der besten Plätze der Stadt zwischen Karolinenbrücke und Hauptplatz Kulturschaffenden und Kreativwirtschaft zu Aufmerksamkeit verhelfen.

Bis zu drei Monate können Interessenten das Klostereck künftig beziehen – auch Unternehmen aus dem Kreativbereich, die ihre Produkte vorstellen und ausprobieren wollen, sagte Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl.

Aktuell hat das „Snowdance“-Filmfestival mit Initiator Tom Bohn sein Festivalbüro im Klostereck eingerichtet. Die beiden nächsten Nutzer werden laut Kulturamtsleiterin Claudia Weißbrodt voraussichtlich ein Landsberger Modedesigner und die Regens-Wagner-Stiftung für Menschen mit Behinderung mit einem Kunstprojekt sein.

Rund 380.000 Euro hat die Sanierung des Klosterecks gekostet, ein Teil davon wird staatlich gefördert. Dabei wurde die Decke der ehemaligen Kapelle an der südöstlichen Ecke des früheren Ursulinenklosters unter anderem mit Stahlträgern abgestützt, erklärte Restaurator Thomas Hacklberger aus Utting am Ammersee.

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