Wenn es nach er Brüsseler Stadträtin für Kultur und Tourismus geht, soll es in Zukunft Museumsbesuche auf Rezept geben.

Die Kunsthistorikerin Isabel Vermote arbeitet seit 2017 mit Menschen aus dem Gesundheitssektor zusammen. Das Projekt „Art & Care“ bringt Erkrankte, darunter auch Drogensüchtige, ins Museum. Ziel ist es zunächst eine Umgebung zu schaffen, in der auch Kunst genossen werden kann. Thema ist nicht die Erkrankung, sondern das Leben an sich. Diese Umgebung kann ein Museum bieten.
Auch Delphine Houba arbeitet mit einigen Krankenhäusern zusammen und möchte Menschen Kunst zugänglich machen, die unter Stress und Angstzuständen leiden. Sie ist davon überzeugt, dass Kunst beim Heilungsprozess hilft. Kunst ist gut für die physische und psychische Gesundheit.
In den folgenden drei Monaten werden fünf öffentliche Museen an dem Pilotprojekt teilnehmen. Das Königliche Museum der Schönen Künste ist eines von ihnen. Auch wenn die Vorbehalte bleiben, dass Kunst natürlich keine direkte Medizin ist. Kunst ist komplex und kann das Wohlbefinden steigern, wenn der Rahmen stimmt, in dem die Kunst zu sehen ist.
Das angelaufene Projekt wird noch seine Ergebnisse und Fortschritte bei der Genesung der Erkrankungen zeigen müssen. Eines ist aber jetzt schon klar. Nach Monaten der Corona-Pandemie ist den Menschen wieder bewusst, wie viel es zu entdecken gibt.
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