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„Kulturelle Infrastruktur nicht zerstören“

„Mein Augenmerk liegt insbesondere auf der Bewältigung der Corona-Krise und ihren dramatischen, noch nicht vollständig absehbaren Folgen für die Frankfurter Kultur“, so die Frankfurter Kulturdezernentin Ina Hartwig.

© Wolfgang Eilmes


Die Frankfurter Kulturszene, die freie wie die institutionalisierte, atmet auf. Zwar mag in der vorigen Wahlperiode da und dort hinter vorgehaltener Hand Kritik an ihr geübt worden sein, etwa weil die mit einigem öffentlichkeitswirksamen Wirbel verbundene Entscheidung, Kindern und Jugendlichen in allen Ausstellungshäusern freien Eintritt zu gewähren, manche als Symbolpolitik abtaten.

Es gebe, hieß es, doch schon genügend Vergünstigungen und unentgeltliche Angebote. Aber im Großen und Ganzen bescheinigen ihr die Verantwortlichen an Bühnen und in Museen, in Musik- und Literaturbetrieb, freischaffende Künstlerinnen und Kunstvermittler, an keine festen Spielstätten gebundene Theatergruppen und künstlerische Initiativen eine hohe Kompetenz. Sie könne zuhören, sagen viele. Setze sich für sie ein. Sei interessiert und offen.

Politische Prozesse – insbesondere wenn sie bedeutende, zukunftsweisende Themen betreffen – können langwierig sein. Das liegt im Wesen der Demokratie: Man muss für jeden Schritt eine Mehrheit organisieren, mit Menschen diskutieren, sie abholen und mitnehmen. Für Andere hingegen werden einige Entscheidungen auch zu schnell getroffen. Für Ina Hartwig ist das der Eindruck von ihrer langwierigen Arbeit in der Politik und der Kulturszene.

Sie sieht eine hochinteressante, dynamische Entwicklung in der freien Kulturszene. Diese trägt zur Pluralität und Lebendigkeit der kulturellen Landschaft der Stadt Frankfurt bei. Fast zwei Drittel von rund 36 Millionen Euro gehen an freie Kultureinrichtungen.

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