Ingeborg Bachmann-Preis geht an Ana Marwan

Die Schriftstellerin Ana Marwan ist mit dem 46. Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet worden.

Quelle: dpa/APA/Harald Schneider

Marwan wurde am Sonntag 26. Juni 2022 in Klagenfurt in Österreich für ihren lakonisch-hintergründigen Text “Wechselkröte” ausgezeichnet. Die aus Slowenien stammende Schriftstellerin lebt in Wien und erhielt von der Jury die höchste Punktzahl für ihre Erzählung über eine Frau, deren zurückgezogenes Leben mit Mann, Einfamilienhaus und Pool von einer Amphibie und einer Schwangerschaft durcheinandergebracht wird. Die Jury erklärte, es sei ein zarter und leiser Text, der mit der Sprache einen eigenwilligen Tanz aufführe.

Jedes Jahr ist der Blick nach Klagenfurt wieder spannend und aufregend, wenn die Stadt zum lebendigen Mittelpunkt der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur wird. Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer: Bachmann-Preis “weit mehr als eine Ehrung”. Ich gratuliere allen Autorinnen und Autoren zu ihrem Mut, ihre Texte live dem Publikum und der Kritik anzuvertrauen. Lesen ist essentiell für unsere Gesellschaft und ein Tor zu demokratischer Teilhabe – gerade in Zeiten wie diesen“, so Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer.

„Längst ist der Bachmann-Preis mehr als ein Literaturwettbewerb. Dank ORF und 3sat wird den Autorinnen und Autoren eine große Bühne gegeben. Die besondere Aufmerksamkeit, die damit der deutschsprachigen Literaturszene zu Teil wird und den Leserinnen und Lesern die mediale Teilnahme an diesem renommierten Wettbewerb ermöglicht, ist nicht genug wertzuschätzen”, so Mayer abschließend.

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