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ORF- Generaldirektor Roland Weißmann überraschend zurückgetreten

Ein Paukenschlag am Küniglberg sorgt für Erschütterung in der österreichischen Medienwelt: ORF-Generaldirektor Roland Weißmann hat mit sofortiger Wirkung seinen Rücktritt erklärt. Der Rückzug erfolgt zu einem denkbar kritischen Zeitpunkt – nur wenige Wochen bevor Wien Gastgeber des Eurovision Song Contest 2026 wird.

Auslöser für den plötzlichen Abgang sind Vorwürfe einer Mitarbeiterin wegen sexueller Belästigung. Diese beziehen sich laut ersten Berichten auf Vorfälle zu Beginn seiner Amtszeit im Jahr 2022. Der ORF-Stiftungsrat soll Weißmann nach Bekanntwerden der Anschuldigungen ein Ultimatum gesetzt haben, woraufhin dieser am gestrigen Sonntag seinen Rückzug einreichte.

In einer ersten Stellungnahme über seinen Anwalt wies Weißmann die Vorwürfe entschieden zurück. Er betonte, dass die Anschuldigungen inhaltlich nicht geprüft worden seien und sein Rücktritt primär dazu diene, weiteren Schaden vom Unternehmen abzuwenden.


Um die Handlungsfähigkeit des Senders zu gewährleisten, übernimmt die bisherige Hörfunkdirektorin Ingrid Thurnher interimistisch die Geschäfte. Die erfahrene Journalistin und Managerin steht nun vor der gewaltigen Aufgabe, den ORF durch eine seiner turbulentesten Phasen zu steuern.


Besonders brisant: Der ORF steckt mitten in den Finalisierungen für den Eurovision Song Contest (ESC) 2026 in der Wiener Stadthalle. Die Organisation dieses Mega-Events, das Millionen von Zuschauern weltweit erreicht, erfordert volle Konzentration und Stabilität an der Senderspitze.

Während die Politik – von der SPÖ bis zu den NEOS – eine lückenlose Aufklärung und teils tiefgreifende Reformen der ORF-Gremien fordert, bleibt die Frage offen, wie sehr dieses Führungs-Vakuum die Vorbereitungen auf das „Fest der Musik“ überschatten wird.

Kultur Online TV – Ulrich.J.Kaiser

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