Ein lauter Weckruf aus der Kunst- und Bildungsszene: An der Universität für angewandte Kunst Wien formiert sich massiver Widerstand. Rektorin Ulrike Kuch hat gemeinsam mit dem Senat und der Hochschüler*innenschaft (hufak) zu offenen Protesten gegen die geplanten Budgetkürzungen der österreichischen Regierung aufgerufen.

© Bild: C.Stadler/Bwag, CC BY-SA 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0, via Wikimedia CommonsEs geht um weit mehr als nur um Zahlen es geht um die Zukunft der freien Lehre und Forschung.
Warum die Alarmglocken schrillen:
Gefahr für die Innovationskraft: Die Österreichische Universitätenkonferenz (uniko) warnt eindringlich: Wer bei Bildung, Wissenschaft und Kunst den Rotstift ansetzt, sägt an den Fundamenten der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Weiterentwicklung.
Bedrohung für die Stadtentwicklung: Kunst und Design sind treibende Kräfte für eine lebendige, demokratische und zukunftsfähige Stadtgestaltung. Kürzungen in diesem Bereich hinterlassen direkte Spuren im urbanen Raum.
Die Grundsatzfrage im Krisenjahr: Der aktuelle Konflikt legt eine tiefere, kulturpolitische Wunde offen: Welchen Stellenwert haben kritische, freie künstlerische Ausbildung und Kultur unserer Gesellschaft in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten wirklich?
Stimmen und Perspektiven
„Kunst und Kultur sind kein Luxus, den man sich nur in guten Zeiten leistet. Sie sind das Fundament einer demokratischen und kritischen Gesellschaft.“ so der Tenor aus der Universitätsleitung und der Studierendenschaft.
Während von politischer Seite oft auf notwendige Sparmaßnahmen und Budgetdisziplin in Krisenzeiten verwiesen wird, kontern die Universitäten klar: Einsparungen im Bildungs- und Kunstsektor sind keine Sparmaßnahmen, sondern bleibende Investitionsverluste für die Zukunft des Landes.
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