Gleich geht es weiter mit

Vom Ex-Politiker zur Medienmarke: Guttenberg startet „Land in Sicht“ und baut Imperium aus

© Bild Harald Dettenborn, CC BY 3.0 DE https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/deed.en, via Wikimedia Commons

Karl-Theodor zu Guttenberg macht ernst: Was mit dem erfolgreichen Talk-Format „Gysi gegen Guttenberg“ begann, soll nun in eine umfassende Medienmarke namens „GUTTENBERG“ münden. Mit neuen Formaten, einem prominenten Partner und einer klaren Expansionsstrategie festigt der ehemalige Verteidigungsminister seine Position in der deutschen Audioszene.

„Land in Sicht“: Der neue News-Talk

Pünktlich zum 3. Februar 2026 ist das erste große Projekt der neuen Marke an den Start gegangen: „Land in Sicht!“. Dabei handelt es sich um einen News-Podcast, den Guttenberg gemeinsam mit dem ehemaligen Spiegel-Chefredakteur und MDR-Programmdirektor Klaus Brinkbäumer hostet.

Brinkbäumer, der erst kürzlich seine Zelte beim MDR komplett abgebrochen hat, ist mittlerweile als Gesellschafter bei Guttenbergs Produktionsfirma Open Minds Media eingestiegen. Das Ziel des Duos: Weltpolitik, Wirtschaft und gesellschaftliche Trends nicht nur zu vermelden, sondern mit einer Mischung aus „Tiefe und Humor“ zu analysieren.

Die Strategie hinter der Marke

Die Umwandlung des Namens Guttenberg in eine Dachmarke ist ein strategischer Schritt. Während „Gysi gegen Guttenberg“ weiterhin als wöchentliches Flaggschiff (immer mittwochs) fungiert, sollen unter dem neuen Label weitere Formate etabliert werden:

Neben Podcasts sind auch Newsletter und verstärkt exklusive Live-Events geplant. Unter dem Titel „Gysi gegen Guttenberg LIVE 2026“ tourt Guttenberg das gesamte Jahr über durch Deutschland (u.a. Rostock, Aachen, Bochum und Kulmbach), um die digitale Reichweite in Ticketverkäufe und direkte Fannähe zu übersetzen. Weg vom reinen Polit-Talk, hin zu Themen wie Freundschaft, Krisenmanagement und technologischem Wandel.

Ein „Kleintierzoo“ an Erlösmodellen

Branchenexperten beobachten den Wandel genau. Guttenberg nutzt seine Bekanntheit, um ein crossmediales Netzwerk aufzubauen, das unabhängig von klassischen Sendeanstalten funktioniert. Die Zusammenarbeit mit Seven.One Audio (ProSiebenSat.1) sorgt dabei für die nötige Vermarktungspower.

Ob die Marke „GUTTENBERG“ auch Skeptiker überzeugt, bleibt abzuwarten – die Zugriffszahlen und ausverkauften Live-Termine sprechen jedoch dafür, dass sein Weg vom Polit-Parkett in die „Podosphäre“ eines der erfolgreichsten Comebacks der letzten Jahre bleibt.

Kultur Online FM

Andreas Schwarz

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