{"id":2202,"date":"2021-02-02T09:02:53","date_gmt":"2021-02-02T08:02:53","guid":{"rendered":"http:\/\/kulturonline.tv\/uncategorized\/ausstellungen-2021-im-leopold-museum"},"modified":"2021-06-08T14:29:04","modified_gmt":"2021-06-08T12:29:04","slug":"ausstellungen-2021-im-leopold-museum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturonline.tv\/de\/ausstellungen-2021-im-leopold-museum\/","title":{"rendered":"Ausstellungen 2021 im Leopold Museum"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" aria-hidden=\"true\" data-pin-url=\"https:\/\/www.kulturonline.tv\/post\/ausstellungen-2021-im-leopold-museum\" data-pin-media=\"https:\/\/static.wixstatic.com\/media\/d1bfac_ad6fd23ceb7e4e7d8153c3fc886cd41b~mv2.jpg\/v1\/fit\/w_990{3856b621f8f9b12a9d7e530f990c7d312d5849aa5fb15fbaec4658ad8a578492}2Ch_660{3856b621f8f9b12a9d7e530f990c7d312d5849aa5fb15fbaec4658ad8a578492}2Cal_c{3856b621f8f9b12a9d7e530f990c7d312d5849aa5fb15fbaec4658ad8a578492}2Cq_80\/file.jpg\" class=\"_5JW6l _2ERz3\" src=\"http:\/\/kulturonline.tv\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/111_file.jpg\"><\/p>\n<p>Mit einem vielseitigen Programm \u2013 zehn Ausstellungen und ein weiteres Gastspiel des ImPulsTanz \u2013 International Dance-Festival \u2013 startet das Leopold Museum in das bereits 20. Jahr seines Bestehens. Das Jubil\u00e4um bietet Anlass zum R\u00fcckblick auf \u00e4u\u00dferst erfolgreiche Jahre, aber auch auf die aufgrund der Corona-Krise h\u00fcrdenreichsten Monate seit der Er\u00f6ffnung des Museums am 20.09.2001. Trotz aller Hindernisse mussten 2020 nur zwei Ausstellungen auf heuer verschoben und eine Pr\u00e4sentation abgesagt werden. Der intendierten Programmatik folgend wird auch 2021 wiederum der Bogen zwischen der \u00f6sterreichischen und internationalen Moderne und Gegenwart gespannt.<\/p>\n<p>Ab der f\u00fcr 10. Februar vorgesehenen \u00d6ffnung nach dem aktuellen Lockdown zeigt das Leopold Museum wieder die mehr als 1.300 Objekte umfassende Dauerpr\u00e4sentation Wien 1900. Aufbruch in die Moderne, wobei Grafiken, Fotografien und Archivalien regelm\u00e4\u00dfig getauscht werden und f\u00fcr reichlich Abwechslung innerhalb der Wien 1900-Ausstellung sorgen. Immer wieder wird die Dauerpr\u00e4sentation auch durch Neuerwerbungen und (Dauer-)Leihgaben erg\u00e4nzt. Ein neues Highlight stellt das Klimt-Gem\u00e4lde \u201eAltar des Dionysos\u201c dar. Dieses konnte gegen Ende des vergangen Jahres mit Hilfe einer gro\u00dfz\u00fcgigen Schenkung f\u00fcr das Museum erworben werden.<\/p>\n<p>Zwei Ausstellungen, deren Start von Sommer 2019 auf den Sp\u00e4therbst verschoben werden mussten und die bisher lediglich wenige Tage im Dezember 2020 zu sehen waren \u2013 Emil Pirchan. Visuelle Revolution und Inspiration Beethoven. Eine Symphonie in Bildern aus Wien 1900 zum 250. Geburtstag des Komponisten \u2013 werden bis 6. Juni verl\u00e4ngert. Noch bis 7. M\u00e4rz ist die Ausstellung der Nominierten zum \u00d61 Talentestipendium zu sehen.<\/p>\n<p>Gleich zu Beginn des Neustarts, voraussichtlich am 10. Februar, pr\u00e4sentiert Leopold Museum-Direktor Hans-Peter Wipplinger die erste neue Ausstellung 2021, die an die letzten Kapitel der Wien 1900-Pr\u00e4sentation ankn\u00fcpft und die \u00f6sterreichische Moderne zwischen 1918 und 1938 in den Mittelpunkt stellt. Menschheitsd\u00e4mmerung. Zwischen lyrischer Empfindsamkeit und sachlicher Weltauffassung pr\u00e4sentiert ausgew\u00e4hlte Werke von elf Protagonisten der Malerei der Zwischenkriegszeit, von Egger-Lienz \u00fcber Faistauer und Kolig bis zu Boeckl und Wacker.<\/p>\n<p>The Body Electric widmet sich ab 16. April den kaum bekannten Patientendarstellungen von Erwin Dominik Osen und seinem K\u00fcnstlerfreund Egon Schiele. Eine umfassende Schau w\u00fcrdigt ab 30. April den bedeutenden Bildhauer Josef Pillhofer anl\u00e4sslich seines 100. Geburtstages und setzt sein Schaffen in einen Dialog mit K\u00fcnstlerInnen der internationalen Moderne wie Rodin, Maillol, Lehmbruck, Giacometti oder Wotruba.<\/p>\n<p>Der Sommer bringt die bereits f\u00fcr 2019 geplante Fortsetzung der langj\u00e4hrigen Kooperation mit dem ImPulsTanz \u2013 Vienna International Dance Festival, in dessen Rahmen Intendant Karl Regensburger u.a. Performances und Ausstellungen der s\u00fcdkoreanischen bildenden K\u00fcnstlerin und Performerin Geumhyung Jeong, der britisch-amerikanischen T\u00e4nzerin und Performerin Ruth Childs und der in Berlin lebenden Choreographin Emmilou R\u00f6\u00dfling im Leopold Museum pr\u00e4sentieren wird.<\/p>\n<p>Im Herbst erm\u00f6glicht die Schau Die Sammlung Schedlmayer ab 10. September die Entdeckung einer hochkar\u00e4tigen, in gro\u00dfen Teilen unbekannten Sammlung zur Kunst der Moderne, die sowohl Objekte des Kunstgewerbes (Prutscher, Moser, Hoffmann) als auch Gem\u00e4lde des deutschen Expressionismus und der \u00f6sterreichischen Kunst der ersten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts vorstellt. Ab 24.09. widmet sich eine Ausstellung der Foto-Leidenschaft des Philosophen Ludwig Wittgenstein und setzt dessen Fotografien in Dialog mit der fotografischen Praxis und Theorie zeitgen\u00f6ssischer K\u00fcnstlerInnen wie Baldessari, Boltanski, Darboven, Polke, Ruff, Sherman, Sieverding oder Warhol.<\/p>\n<p>Den Abschluss des Ausstellungsprogramms 2021 bildet schlie\u00dflich ab 19. November die Pr\u00e4sentation Kubin auf der Couch, die sich auf die analytische Spur von Geheimnissen und Traumata der gequ\u00e4lten Seele des gro\u00dfen Zeichners und Verfassers des Romans Die andere Seite, Alfred Kubin, begibt. Die Ausstellung unternimmt, so Hans-Peter Wipplinger, den erstmaligen Versuch, die Kunst der Kubin\u2018schen Traumwelten, die oft in alpdr\u00fcckend-d\u00fcstere Sph\u00e4ren vordringt, auch in ihrem Bezug zum Unbewussten, zu den Tiefendimensionen des Psychischen zu erfassen. August Ruhs, Psychiater und Psychoanalytiker, interpretiert Werke des K\u00fcnstlers Alfred Kubin, die Direktor Hans-Peter Wipplinger aus dem umfangreichen Bestand der Sammlung Leopold ausgew\u00e4hlt hat.<\/p>\n<p>Das Ausstellungsprogramm 2021 im Detail<\/p>\n<p>Wien 1900. Aufbruch in die Moderne<\/p>\n<p>Seit 16.03.2019<\/p>\n<p>Kurator: Hans-Peter Wipplinger<\/p>\n<p>Auch 2021 gew\u00e4hrt die Dauerpr\u00e4sentation Einblick in Vielfalt k\u00fcnstlerischer wie geistiger Errungenschaften dieser Epoche mit ihren kulturellen, sozialen, politischen und wissenschaftlichen Implikationen. Basierend auf den von Rudolf Leopold gesammelten Best\u00e4nden und erg\u00e4nzt um zahlreiche Leihgaben, vermittelt die Pr\u00e4sentation das Fluidum der einstigen Weltkulturhauptstadt und beleuchtet die von Gegens\u00e4tzen gepr\u00e4gte Aufbruchsatmosph\u00e4re um 1900. \u00dcber drei Etagen hinweg sind auf mehr als 3.000 m2 rund 1.300 Exponate zu sehen. Die Pr\u00e4sentation spannt einen Bogen von ca. 1870 bis 1930 und zeichnet sich durch mediale Vielfalt aus, die von Malerei, Grafik, Skulptur und Fotografie \u00fcber Archivalien, Glas, Keramik, Metall, Textilien, Leder und Schmuck bis hin zu M\u00f6belst\u00fccken und Wohnungseinrichtungen reicht. Seit Ende 2020 ist das Gem\u00e4lde Altar des Dionysos von Gustav Klimt zu sehen, welches das Museum als Schenkung aus privater Hand erhalten hat. Aus konservatorischen Gr\u00fcnden werden Fotografien, grafische Arbeiten und Archivalien regelm\u00e4\u00dfig ausgetauscht, wodurch neue Blickwinkel entstehen.<\/p>\n<p>\u00d61 Talentestipendium. Ausstellung der Nominierten<\/p>\n<p>29.10.2020\u201307.03.2021<\/p>\n<p>KuratorInnen: Philippe Batka, Verena Gamper, Hans-Peter Wipplinger<\/p>\n<p>Das \u00d61 Talentestipendium wird mit Unterst\u00fctzung des Wiener St\u00e4dtischen Versicherungsvereins j\u00e4hrlich an eine\/n Nachwuchsk\u00fcnstlerIn vergeben. Die erstmals im Leopold Museum pr\u00e4sentierte Ausstellung von Arbeiten der vier Nominierten bietet ein thematisch wie medial vielgestaltiges Bild, das beispielhaft f\u00fcr den Reichtum und die Diversit\u00e4t der aktuellen Kunstproduktion an \u00f6sterreichischen Kunstuniversit\u00e4ten steht. 2020 ging das Talentestipendium in der H\u00f6he von 10.000 Euro nach einstimmigem Jurybeschluss an Simon Lehner, der an der Wiener Universit\u00e4t f\u00fcr angewandte Kunst studiert hat. Das \u00d61 Publikumsvoting konnte Sara Lanner, Studierende an der Akademie der bildenden K\u00fcnste Wien, f\u00fcr sich entscheiden. Neben den Arbeiten der beiden Kunstschaffenden werden Werke von Camille Holowaks und Juliana Lindenhofer gezeigt.<\/p>\n<p>Emil Pirchan. Visuelle Revolution<\/p>\n<p>8.12.2020\u201306.06.2021<\/p>\n<p>Kurator: Ivan Risti\u0107<\/p>\n<p>Die erste Retrospektive zum Werk des K\u00fcnstlers in \u00d6sterreich gibt anhand von mehr als 200 Objekten Einblick in das Schaffen von Emil Pirchan, der als Gebrauchsgrafiker und Pionier des expressionistischen B\u00fchnenbildes Bekanntheit erlangte und in M\u00fcnchen, Berlin, Prag und Wien als Werbegrafiker, Designer, B\u00fchnenbildner, Hochschullehrer, Architekt, Autor und Buchillustrator wirkte. Vom Bayerischen Staatstheater in M\u00fcnchen berief ihn der Regisseur und Theaterintendant Leopold Jessner an das Staatliche Schauspielhaus in Berlin. \u201eIch bin dem Theater verfallen mit Pinsel und Feder, mit Herz, Hirn und Hand\u201c, schrieb Pirchan und bezeichnete sich als \u201eOrganist an der aufrauschenden Orgel der B\u00fchnenfarben, des B\u00fchnenlichtes, des Raumgestaltens\u201c. Pirchan-Enkel Beat Steffan arbeitete den Nachlass auf und schuf die Basis f\u00fcr Ausstellungen im Museum Folkwang in Essen und im Leopold Museum.<\/p>\n<p>Inspiration Beethoven. Eine Symphonie in Bildern aus Wien 1900<\/p>\n<p>08.12.2020\u201306.06.2021<\/p>\n<p>Kuratoren: Dominik Papst, Werner Telesko<\/p>\n<p>Anl\u00e4sslich des 250. Geburtstages von Ludwig van Beethoven Ende 2020 ist noch bis 6. Juni eine Fokus-Ausstellung im Rahmen von Wien 1900 zu sehen. Im Zentrum steht das Bildprogramm Josef Maria Auchentallers f\u00fcr das Musikzimmer der Villa des Wiener Schmuckfabrikanten Georg Adam Scheid. Es umfasst f\u00fcnf Gem\u00e4lde von beinahe zweieinhalb Metern H\u00f6he und rund neun Metern Gesamtl\u00e4nge, zu denen Auchentaller 1898\/99 von Beethovens VI. Symphonie, der Pastorale, inspiriert wurde. Die erste Rekonstruktion des Musikzimmers in \u00d6sterreich erm\u00f6glicht ein r\u00e4umliches Erleben dieses einzigartigen Gesamtkunstwerkes \u2013 im Dialog mit Arbeiten von K\u00fcnstlern der Wiener Secession wie Klimt, Roller oder Hoffmann. Die Pr\u00e4sentation zeigt, wie Beethoven in der bildenden Kunst um 1900 zur Inspirationsquelle und zum vielgestaltigen Bezugspunkt einer um Erneuerung und Anerkennung ringenden Wiener Moderne wurde.<\/p>\n<p>Menschheitsd\u00e4mmerung. Zwischen lyrischer Empfindsamkeit und sachlicher Weltauffassung<\/p>\n<p>10.02.2020\u201305.04.2021<\/p>\n<p>Kurator: Hans-Peter Wipplinger<\/p>\n<p>Die Ausstellung r\u00fcckt rund 100 zwischen 1918 und 1938 entstandene Werke von elf bedeutenden Vertretern der \u00f6sterreichischen Moderne in den Mittelpunkt: Herbert Boeckl, Hans B\u00f6hler, Josef Dobrowsky, Albin Egger-Lienz, Anton Faistauer, Gerhart Frankl, Anton Kolig, Sergius Pauser, Rudolf Wacker, Alfons Walde und Alfred Wickenburg. Traumatische Ereignisse des Ersten Weltkrieges, das Ende der Monarchie, Entstehung und Untergang der Ersten Republik beeinflussten die K\u00fcnstler, deren Stilpluralismus von einem expressiven Kolorismus \u2013 mit einer Palette von intensiv leuchtenden oder dunkeltonig-erdigen Farben \u2013 bis zu einer n\u00fcchternen, k\u00fchlen Darstellungsweise reichte. Von eskapistischen Tendenzen zeugen Stillleben und m\u00e4rchenhaft anmutende Landschaften, soziale N\u00f6te und Lebensskepsis spiegelten sich in melancholischen Sujets. Der scharfkantige, lineare Stil der Neuen Sachlichkeit erfasste die neue Wirklichkeit mittels erstarrter Formen und koloristischer Zur\u00fcckhaltung.<\/p>\n<p>The Body Electric. Erwin Osen \u2013 Egon Schiele<\/p>\n<p>16.04.2021\u201326.09.2021<\/p>\n<p>Kuratorinnen: Gemma Blackshaw, Verena Gamper<\/p>\n<p>Der Pr\u00e4sentation liegen k\u00fcrzlich in England entdeckte, vom Museum erworbene Patientendarstellungen von Erwin Osen \u2013 Weggef\u00e4hrte sowie Modell Egon Schieles und Mitunterzeichner des Neukunstmanifestes \u2013 zugrunde. Die Bl\u00e4tter bereichern unser Verst\u00e4ndnis der Wiener Moderne und ihrer Kunstpraxis, die mit der Kultur der klinischen Medizin als patientenbezogene Praxis der Heilkunde eng verwoben war. Osens 1913 im Auftrag des Allgemeinmediziners Adolf Kronfeld in der Psychiatrischen Klinik Am Steinhof entstandene Patientenportr\u00e4ts sowie seine 1915 im II. Garnisonsspital unter Stefan Jellinek angefertigten Portr\u00e4ts stehen Zeichnungen von Schwangeren und Neugeborenen gegen\u00fcber, die Egon Schiele 1910 in Kooperation mit dem Gyn\u00e4kologen Erwin von Graff in der II. Frauenklinik geschaffen hatte. Die Ausstellung behandelt Fragen zum Entstehungshintergrund der Bilder im Kontext einer \u201eklinischen Moderne\u201c, zu Blickregime und zu Objektifizierung.<\/p>\n<p>Josef Pillhofer. Im Dialog mit K\u00fcnstlern der Moderne<\/p>\n<p>30.04.2021\u201329.08.2021<\/p>\n<p>Kurator: Hans-Peter Wipplinger<\/p>\n<p>Josef Pillhofer, einen der bedeutendsten Bildhauer und Zeichner der \u00f6sterreichischen Moderne, w\u00fcrdigt diese Ausstellung anl\u00e4sslich seines 100. Geburtstages. Nach dem Studium bei Wotruba an der Wiener Akademie \u00fcbersiedelte Pillhofer nach Paris, studierte an der Acad\u00e9mie de la Grande Chaumi\u00e8re bei Zadkine und arbeitete in dessen Atelier. Er befasste sich mit der kubistischen Plastik von Zadkine, Lipchitz, Archipenko und Laurens, begegnete Richier, Br\u00e2ncu\u0219i und Giacometti. F\u00fcr Pillhofer \u201estand und steht die menschliche Sinnbezogenheit mit der nat\u00fcrlichen Erscheinung im Medium der Skulptur nicht im Widerspruch zu einem glaubhaften zeitgen\u00f6ssischen Anliegen [\u2026] in offener Wahrnehmung und mit den Erfahrungen der Moderne.\u201c In seinem bildhauerischen Schaffen ging es ihm um formale Klarheit, die imstande sein sollte, einfache Strukturen aus komplexen Ph\u00e4nomenen durch die Fragmentierung der sichtbaren Wirklichkeit mit \u00e4u\u00dferster Sensibilit\u00e4t zu vermitteln.<\/p>\n<p>Die Sammlung Schedlmayer. Eine Entdeckung<\/p>\n<p>10.09.2021\u201316.01.2022<\/p>\n<p>Kurator: Ivan Risti\u0107<\/p>\n<p>Im Herbst pr\u00e4sentiert das Leopold Museum erstmals die der breiteren \u00d6ffentlichkeit weitgehend unbekannte Sammlung Fritz und Hermi Schedlmayer. Seit 1989, als Hermi (1941-2018) und Fritz Schedlmayer (1939-2013) die im Jahr 1912 vom Architekten und Designer Otto Prutscher umgebaute und eingerichtete Villa Rothberger in Baden bei Wien erwarben, trug das Sammlerpaar eine hochkar\u00e4tige Kollektion an kunstgewerblichen Gegenst\u00e4nden und bildender Kunst aus der ersten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts zusammen. Objekte und Entw\u00fcrfe von Otto Prutschers, Koloman Moser, Adolf Loos oder Josef Hoffmann fanden ebenso Eingang in die Sammlung wie herausragende Gem\u00e4lde von VertreterInnen der \u00f6sterreichischen Moderne und des deutschen Expressionismus, wie Broncia Koller-Pinell, Jean Egger, Franz Wiegele, Anton Faistauer, Karl Hofer, Max Pechstein, Christian Rohlfs oder Ernst Ludwig Kirchner.<\/p>\n<p>Ludwig Wittgenstein. Fotografie als analytische Praxis<\/p>\n<p>24.09.2021\u201323.01.2022<\/p>\n<p>KuratorInnen: Verena Gamper, Gregor Schmoll<\/p>\n<p>In dieser Ausstellung, die auf die Leidenschaft des Philosophen Ludwig Wittgenstein f\u00fcr die Fotografie fokussiert, steht erstmals sein Wirken als Autor, Sammler und Arrangeur von Fotografien im Mittelpunkt. Gezeigt wird das unver\u00f6ffentlichte Fotoalbum der 1930er-Jahre, ein Kompositportr\u00e4t aus Aufnahmen der Schwestern Wittgensteins und jener des Philosophen, inszenierte Selbstportr\u00e4ts, Aufnahmen des Haus Wittgenstein, Ausz\u00fcge der Nonsense Collection und die Ansichtskartenkorrespondenz Wittgensteins. Seine Arbeiten werden mit der fotografischen Praxis und Theorie zeitgen\u00f6ssischer K\u00fcnstlerInnen wie Baldessari, Bechtold, Boltanski, Darboven, F\u00f6rg, Goldin, J\u00fcrgenssen, Lombardi, Maurer, Polke, Ruff, Sherman, Sieverding, Spiluttini, Warhol, Weibel, Zobernig u. a. in Dialog gesetzt. Die auch experimentelle Auseinandersetzung der Familie Wittgenstein mit dem Medium Fotografie wird in Form einer historisch-biografischen R\u00fcckblende vorgestellt und es wird dazu eingeladen, Wittgensteins Verst\u00e4ndnis des Mediums f\u00fcr eine zeitgen\u00f6ssische Re-Vision fruchtbar zu machen.<\/p>\n<p>Kubin auf der Couch. Bekenntnisse einer gequ\u00e4lten Seele<\/p>\n<p>19.11.2021\u201313.02.2022<\/p>\n<p>Kuratoren: August Ruhs, Hans-Peter Wipplinger<\/p>\n<p>Die unvergleichliche Kunst des Zeichners, Illustrators und Romanautors Alfred Kubin konfrontiert uns mit pessimistischen Visionen. Sein geheimnisvoll-fantastisches Werk mit erz\u00e4hlerisch orientierten Arbeiten steht im Fokus der Pr\u00e4sentation im Leopold Museum: Diese unternimmt den erstmaligen Versuch, die Kunst der Kubin\u2018schen Traumwelten in ihrem Bezug zum Unbewussten, zu den Tiefendimensionen des Psychischen zu erfassen. Der Psychoanalytiker und Psychiater August Ruhs orientiert sich bei diesem Interpretationsvorhaben an Werken, die Hans-Peter Wipplinger thematisch ausgew\u00e4hlt hat. Kubins dystopische Visualisierungen, die den Symbolismus und die fantastische Kunst des 19. Jahrhunderts fortf\u00fchren und als Wegbereiter des franz\u00f6sischen Surrealismus gelten d\u00fcrfen, setzen sich aus realer und imagin\u00e4rer Wirklichkeit zusammen: eine Synthese, in der das Unheimliche der pessimistischen Weltkonstruktionen immer wieder mit Humor, Ironie und \u00dcbertreibung versehen ist.<\/p>\n<p>kulturonline.tv<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit einem vielseitigen Programm \u2013 zehn Ausstellungen und ein weiteres Gastspiel des ImPulsTanz \u2013 International Dance-Festival \u2013 startet das Leopold Museum in das bereits 20. Jahr seines Bestehens. 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