Neuer Intendant der Oper Leipzig wird Tobias Wolff

Die Oper Leipzig geht mit einem neuen Intendanten in die kommende Spielzeit.

©Ida Zenna | Tobias Wolff at the press conference 22/23

Heute Montag (01.08.) hat Tobias Wolff seinen Posten offiziell angetreten. Er tritt die Nachfolge von Ulf Schirmer an, der sich in diesem Sommer unter anderem mit den Festtagen “Wagner 22” verabschiedet hatte.

Zuvor arbeitete Tobias Wolff als Chefdramaturg, Marketing-Leiter, Verwaltungs-Direktor und Stellvertreter des Generalintendanten Matthias Oldag am Theater Altenburg/Gera, wo er einen hochinteressanten Spielplan realisierte. Er studierte Musikwissenschaften und Bratsche in Cambridge, Essen und Düsseldorf sowie Internationales Management an der Handelshochschule in Leipzig.

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Neues Leitungsteam am Theater Ulm vorgestellt

Schauspieldirektor wird Jasper Brandis, im Ballett des Dreispartenhauses ersetzt Reiner Feistel.

Jasper Brandis wurde 1971 in New York-City (USA) geboren verbrachte seine Kindheit und Jugend in Deutschland, nahm nach dem Abitur ab 1991 ein Jurastudium in Hamburg auf und legte 1996 das erste Staatsexamen ab. Schon 1993 übernahm er eine Hauptrolle im ZDF-Fernsehspiel »ausserirdische« von Florian Gärtner, in der Spielzeit 1994/1995 absolvierte er eine Regiehospitanz am Deutschen Schauspielhaus, 1995 eine Regieassistenz bei dem ZDF-Fernsehspiel »Niemand außer Mir« von Florian Gärtner. In den Spielzeiten 1996/1997 bis 1998/1999 war er dann als Regieassistent am Deutschen Schauspielhaus engagiert, Arbeit unter anderem mit Gustav-Peter Wöhler, Götz Löpelmann, Wilfried Minks, Elke Lang, Matthias Hartmann, Anselm Weber, Hans Kresnik, Jossi Wieler, Christoph Nel und Luk Perceval.
Seit Ende 1999 war Jasper Brandis als freier Regisseur tätig. Zwischen 1999 und heute hat er in Deutschland, Italien und Belgien vorwiegend Schauspiel aber auch Abende mit Musik oder Musicals inszeniert. Er hat am Theater Ulm bereits »Kasimir und Karoline« (2015/2016) und »Die Krönung Richards III.« (2017/2018) inszeniert.
Seit der Spielzeit 2018/2019 ist er Schauspieldirektor am Theater Ulm und führte unter anderem Regie bei »Die Räuber«, »Ikarus«, »Antigone« und »Das Sparschwein«.

Reiner Feistel studierte an der Fachhochschule für Tanz in Leipzig. Nach dem Studienabschluss wurde er an die Staatsoper Dresden engagiert und tanzte ab 1984 an der Semperoper als Solist zahlreiche Haupt- und Nebenrollen. 1996 gab er ebenda sein Debüt als Choreograf. 1997 wurde er als Ballettdirektor an die Landesbühnen Sachsen berufen und kreierte für das Ensemble in jeder Spielzeit u. a. zwei Ballettabende sowie Choreografien für den Dresdner Zwinger. Feistels künstlerisches Wirken für Radebeul wurde 2008 mit dem Kunstpreis der Großen Kreisstadt Radebeul gewürdigt. 2013/2014 kam er als Chefchoreograf und Künstlerischer Leiter zum Ballett Chemnitz und hat hier u. a. »Dornröschen – Ein Traumtanz«, »Giselle«, »Ein Sommernachtstraum«, »Eugen Onegin«, »Die Schneekönigin« und die Uraufführungen »König Artus«, »Mozart-Briefe« sowie den ersten Teil des Ballettabends »Gesichter der Großstadt«, der mit dem Sächsischen Tanzpreis 2017 ausgezeichnet wurde, auf die Bühne gebracht.

Textquelle: Theater Ulm

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Publikumspreis der Theater Gemeinde für Barrie Koskys „Dreigroschenoper“

Die Mitglieder der Theater Gemeinde Berlin wählen die „Dreigroschenoper“ (Text Bertolt Brecht, Musik Kurt Weill, Mitarbeit Elisabeth Hauptmann) in der Regie von Barrie Kosky am Berliner Ensemble zur Aufführung des Jahres 2021. Das teilt das Haus am 13. Juni mit.

Der Publikumspreis der Theater Gemeinde wird seit 1982 verliehen. Die Preisverleihung findet am 18. September im Rahmen einer Festvorstellung im Anschluss an die Vorstellung statt.

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Theater kämpfen um ihr Publikum

Die deutschen Theater und Orchester kämpfen weiter gegen Zuschauerschwund. Damit beschäftigt sich der Deutsche Bühnenverein auf seiner Jahreshauptversammlung.

Vereinspräsident Carsten Brosda sagte zur Eröffnung, die Corona-Pandemie und der Ukraine-Krieg hätten die gesamten Gesellschaft verunsichert. Es sei schwer, Theater-Abonnements zu verkaufen, weil kaum jemand langfristig plane. Weil außerdem viele Kultur-Angebote heute auch digital von zu Hause aus abgerufen werden könnten, sei es schwierig, das Publikum zurück in die Vorstellungen zu bekommen. Eine Schließung von Theatern befürchtet der Bühnenverein derzeit aber nicht.

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Mülheimer Theatertage eröffnet

Nach zwei Jahren mit Corona-Einschränkungen sind die Mülheimer Theatertage am Wochenende in Präsenz eröffnet worden.

Als erste Inszenierung im renommierten Wettbewerb wurde die Komödie “Jeeps” der Münchner Regisseurin Nora Abdel-Maksoud aufgeführt. Das Stück kreist um die Frage, was passieren würde, wenn Erbschaften nicht an Nachkommen weitergegeben, sondern per Losverfahren an alle verteilt würden. Der mit 15.000 Euro dotierte Preis für deutschsprachige Gegenwartsdramatik wird am 26. Mai nach Aufführungen von sieben Stücken in Mülheim an der Ruhr von einer Jury vergeben. 2021 waren die Inszenierungen im Internet gezeigt worden, 2020 mussten die Mülheimer Theatertage wegen der Corona-Pandemie ganz abgesagt werden.

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Pfalztheater Kaiserslautern: Stephan Beer übernimmt Schauspieldirektion

Zur Spielzeit 2023/2024 übernimmt Stephan Beer die Schauspieldirektion am Pfalztheater Kaiserslautern, wie das Haus in einer Pressemitteilung bekannt gibt. Der Regisseur tritt damit die Nachfolge von Harald Demmer an.

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Der 1977 in Magdeburg geborene Stephan Beer studierte Theaterwissenschaften in Berlin. Als freier Regisseur arbeitete er seit 2006 unter anderem am Schauspiel Leipzig, am Staatstheater Braunschweig, am Badischen Staatstheater Karlsruhe, an den Theatern Chemnitz, Erfurt, Erlangen, Halle und Magdeburg. Seine Arbeiten wurden wiederholt zu Festivals eingeladen. Als Autor adaptiert Beer außerdem erfolgreich Jugendbuchklassiker und Märchen für die Bühne.

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Theaterskandal auf Malta

Das Nationaltheater von Malta hat nach öffentlichem Protest ein Stück abgesagt, in dem die ermordete Journalistin Daphne Caruana Galizia herabgewürdigt wird.

Dargestellt wird sie als bösartige, rachsüchtige Bloggerin. Schauspieler des Nationaltheaters und maltesische Kulturschaffende hatten sich schockiert über das Drehbuch gezeigt und die Absetzung des Stücks gefordert. Die Investigativ-Journalistin, die zu Korruption auf Malta recherchiert hatte, war 2017 durch eine Autobombe ermordet worden.

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Back to Back Theatre erhält ,,International Ibsen Award“

Oslo: Das Back to Back Theatre erhält den diesjährigen ,,International Ibsen Award“, wie das Osloer Nationaltheater am 20. März mitteilt.

Damit ist es das erste Mal, dass der Preis nach Australien geht und dass KünstlerInnen mit Behinderungen den Award erhalten. Das fünfköpfige Theaterkollektiv, das sich bereits 1987 gegründet hat, versteht sich selbst als ,,neurodivers“ und hat in den letzten 13 Jahren zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen für ihre Arbeit bekommen. Jury-Präsidentin Ingrid Lorentzen hob hervor, dass ,,BtBT sozialen und politischen Anliegen eine Stimme gibt und ihre Arbeit als kollektive Anstrengung entsteht, bei der mehrere Schöpfer, Ideen und Perspektiven immer präsent sind und einen Raum für Inklusion und Möglichkeiten herstellen“. Der „International Ibsen Award“, der seit 2007 vom norwegische Staat gestiftet wird, ist mit 2,5 Millionen norwegischen Kronen (umgerechnet knapp 260.000 Euro) dotiert und gehört damit zu den renommiertesten Auszeichnungen für TheaterkünstlerInnen weltweit. Die Preisverleihung findet im September im Nationaltheater Oslo statt.

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Ehemalinger Sächsische Staatsoperndirektor Rolf Wollrad verstorben

Nach Angaben der Bühne, starb der Kammersänger und Bach-Preisträger am Mittwoch (09.02.2022) im Alter von 84 Jahren.

Wollrad galt als beliebter Künstler und war eine Institution an der Semperoper. Er hatte in Leipzig und Sofia studiert und kam 1970 an die Staatsoper nach Dresden. Nach der Wende übernahm er das Amt des Operndirektors. 2003 verabschiedete ihn die Semperoper als ihr Ehrenmitglied. Seinen endgültigen Abschied von der Bühne nahm er erst 10 Jahre später.

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Theater- und Opernregisseur Hans Neuenfels verstorben

Neuenfels verstarb am Sonntag (06.02.2022) im Alter von 80 Jahren in Berlin, wie seine Familie mitteilte. 

Bekannt wurde er auch als Opernregisseur mit Inszenierungen in Frankfurt, Berlin, Bayreuth und Wien. Neuenfels wurde mehrfach als Opernregisseur des Jahres ausgezeichnet. Für sein Lebenswerk erhielt er 2016 den Deutschen Theaterpreis “Der Faust”.

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