Akademietheater

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Das Akademietheater ist im Komplex des Konzerthauses untergebracht, der Akademie für Musik und darstellenden Kunst benachbart. Erbaut 1911-1914 (Baubeginn 9. Dezember 1911, Schlußsteinlegung 19. Oktober 1913, Benützungsbewilligung 25.

Februar 1914) nach Plänen von Ludwig Baumann, Ferdinand Fellner der Jüngere und Hermann Helmer (Baumeister Wilhelm König). Ursprünglich als Übungsbühne für die Akademie gedacht (Eröffnung des Schultheaters der Opernschule am 4. Februar 1914 mit „Maskenball” von Verdi, der Schauspielschule am 13. Februar 1914 mit dem Fragment „Der Moloch” von Hebbel), diente es seit 8. September 1922 dem Burgtheater als Zweigstelle (Kammerspieltheater; Eröffnung mit „Iphigenie auf Tauris” von Goethe).

Der kleine, intim ausgestattete Raum gilt als architektonisch vorbildlich gelungen. Um das Zustandekommen dieser „Burgtheaterfiliale” erwarb sich neben Anton Wildgans Direktor Max Paulsen, der als der eigentlicher Gründer des Akademietheaters zu bezeichnen ist, besondere Verdienste. Der Zuschauerraum wurde 1938/39 beziehungsweise 1974/1975 (technische Einrichtung) verändert.

Das Haus ist eines der Bundestheater.

Literatur

Renate Wagner-Rieger [Hg.]: Die Ringstraße. Bild einer Epoche. Die Erweiterung der Inneren Stadt Wien unter Kaiser Franz Joseph. Band 11. Wiesbaden: Steiner 1969-1981, S. 205 ff.

Josef Mayerhöfer: 50 Jahre Akademietheater (Biblos-Schriften 72/1972, S. 24 ff.)

Das laufende Programm:

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