In der sonntägigen Diskussionssendung auf Servus TV “ Links Rechts Mitte „wurde thematisiert, dass „Tausende“ im Rahmen des Eurovision Song Contests in Wien gegen die Teilnahme Israels demonstriert haben.

© Bild: Kultur Online TV
Der Befund: Richtig, aber am unteren Ende der Skala
Die Aussage der Moderatorin bzw. der Sendung ist faktisch korrekt. Der Begriff „Tausende“ trifft zu, allerdings bewegten sich die Teilnehmerzahlen im niedrigen vierstelligen Bereich.
Die Zahlen im Überblick:
Die Hauptdemonstration: Am Samstagnachmittag (16. Mai 2026) zog ein Protestmarsch unter dem Motto „Keine Bühne für den Völkermord“ in Richtung Wiener Stadthalle. Aus Kreisen der polizeilichen Einsatzkräfte wurde die Teilnehmerzahl mit rund 2.600 Personen beziffert.
Weitere Aktionen: Neben dieser Hauptkundgebung gab es am Wochenende kleinere, teils unangemeldete Folgeaktionen (wie einen „Song Protest“ im Museumsquartier oder eine Kundgebung bei der Hauptbücherei am Gürtel), die sich jeweils im zweit- bis dreistelligen Bereich bewegten.
Rechnet man alle Protestaktionen des ESC-Wochenendes in ganz Österreich zusammen, kommt man auf knapp unter 3.000 Demonstrierende.
Die Formulierung „Tausende“ ist somit präzise und keine mediale Übertreibung, da mehr als zwei- bis dreitausend Menschen aktiv auf der Straße waren. Es handelte sich um eine lautstarke und spürbare Protestbewegung rund um die Stadthalle, die jedoch im Vergleich zu anderen historischen Großdemonstrationen in Wien eine überschaubare, mittlere Dimension behielt. Die Kundgebungen verliefen laut Sicherheitsbehörden zudem weitgehend friedlich, wenngleich es am Rande zu vereinzelten Festnahmen und Störversuchen kam.
Redaktion Medien: Markus Richter
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