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Bürgerrechtlerin Maria Kalesnikava erhält Karlspreis

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© Bild: GomelTube, CC BY 3.0 https://creativecommons.org/licenses/by/3.0, via Wikimedia Commons

Nach 5 Jahren Haft: Bürgerrechtlerin Maria Kalesnikava erhält Karlspreis

Es ist der Moment, auf den viele seit vier Jahren gewartet haben: Maria Kalesnikava, die Ikone des belarussischen Widerstands, steht im Krönungssaal des Aachener Rathauses. Es ist ein Festakt, der unter die Haut geht nicht nur wegen der prestigeträchtigen Auszeichnung, sondern weil Kalesnikava hier als freie Frau spricht.

Ein nachgeholter Triumph der Freiheit

Eigentlich wurde Kalesnikava der Internationale Karlspreis bereits im Jahr 2022 zugesprochen, gemeinsam mit ihren Mitstreiterinnen Swetlana Tichanowskaja und Veronica Tsepkalo. Doch während ihre Kolleginnen den Preis damals in Aachen entgegennahmen, saß Kalesnikava in Belarus in politischer Haft. Seit ihrer Freilassung im Dezember 2025 lebt sie in Deutschland – und heute schließt sich in Aachen der Kreis.

„Im Inneren war ich immer frei“

In ihrer Rede betonte die Musikerin und Aktivistin, dass die Nachricht von der Preisverleihung sie damals in der Isolationshaft erreicht habe. Es sei ein „überlebenswichtiges Zeichen der Solidarität“ gewesen. Trotz der harten Bedingungen – sie arbeitete im Gefängnis als Näherin und lernte heimlich Latein – habe sie ihren Mut nie verloren.

Die Verleihung ist mehr als eine Zeremonie. Kalesnikava nutzte die Bühne für einen eindringlichen Appell: Die Unterstützung für die belarussische Opposition dürfe nicht nachlassen. Ohne Hilfe von außen drohe Belarus seine europäische Identität unter russischem Einfluss zu verlieren. Freiheit und Menschenrechte seien ein Gut, das täglich verteidigt werden müsse.

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