Rembrandts „Nachtwache“ lässt sich nun online besichtigen

Wissenschafter und Kunstliebhaber können dank eines High-Tech-Fotos bis ins kleinste Detail „Die Nachtwache“ von Rembrandt anschauen.

Das Amsterdamer Rijksmuseum veröffentlichte am Montag auf seiner Website das bisher detaillierteste Foto des Meisterwerkes des holländischen Malers Rembrandt van Rijn (1606-1669). „Es ist das größte und detaillierteste Foto, das jemals von einem Kunstwerk gemacht wurde“, teilte das Museum mit. Die Abbildung hat eine Größe von 717 Gigapixeln.

Mit einer extra entwickelten Technik und Software waren nach Angaben des Museums 8.430 einzelne Fotos von dem Gemälde gemacht worden, jedes 5,5 Zentimeter mal 4,1 Zentimeter groß. „Diese wurden mit Hilfe von künstlicher Intelligenz zu einer großen Abbildung zusammengefügt“, teilte das Museum mit. Das Foto ist Teil des bisher laufenden größten Forschungs- und Restaurierungsprogrammes „Operation Nachtwache“. Rembrandt stellte das Bild der Amsterdamer Bürgerwacht 1642 fertig. Es ist etwa 380 Zentimeter hoch und 453 Zentimeter breit.

Das Foto mit der extrem hohen Auflösung soll in erster Linie Kunsthistorikern und Restauratoren helfen. „Wir können nun jedes Pigment in allen kleinen Rissen sehen“, sagte Katrien Keune, wissenschaftliche Leiterin des Rijksmuseums, dem Radiosender NOS. Es sei auch Grundlage für künftige Restaurierungen. „Es ist eine sehr schöne detaillierte Momentaufnahme, mit der wir langfristig sehen können, wie Dinge sich ändern.“

Die Restaurierung soll im Ausstellungssaal vor den Augen des Publikums am 19. Jänner beginnen. Allerdings ist das Museum mit seiner weltberühmten Sammlung holländischer Meisterwerke aus dem 17. Jahrhundert wegen des Lockdowns vorläufig bis zum 15. Jänner geschlossen.

Kultur Online TV

#kultur #news #kunst

Gleich geht es weiter mit

Grenzenlos zynisch: Gibt es keine Tabus mehr?

Der jüngste Schlagabtausch zwischen dem politischen Kommentator Gerald Grosz und Rudi Fussi auf oe24.TV hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack und wirft eine fundamentale Frage auf: Gibt es im politischen Diskurs mittlerweile

Ein großer Verlust für Österreichs Geistes- und Kulturleben-Boris Marte verstorben

Österreich verliert einen seiner schärfsten Denker, vielseitigsten Kulturmanager und engagiertesten Impulsgeber: Als langjähriger Banker, Vordenker und Kulturförderer hat er die intellektuelle und künstlerische Landschaft des Landes über Jahrzehnte hinweg nachhaltig

Wenn der Welttag des Übersetzens zum Protesttag wird

Am 30. September feierte die internationale Welt traditionell den Hieronymustag – den Schutzpatron der Übersetzerinnen und Übersetzer. Doch in diesem Jahr gab es statt Festtagsstimmung einen Weruf aus der Branche:

Geopolitik im ewigen Eis: Robert Habecks neues Buch „Arctic Meltdown“

Mit seinem neuen Werk „Arctic Meltdown: Eine Reise in den hohen Norden und in die Zukunft der Weltpolitik“ schlägt der ehemalige Vizekanzler und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck ein neues Kapitel auf.

Volksbegehren Gegen ORF Beitrag

Hinter dem Volksbegehren der FPÖ gegen den ORF stecken eine Mischung aus grundsätzlicher Medienkritik, dem Wunsch nach Strukturreformen und politischer Mobilisierung. Die wichtigsten Kernpunkte und Hintergründe lassen sich so zusammenfassen: