Unter dem Motto „Sommer an!“ verwandelte sich die Wiener Donauinsel am ersten Ferienwochenende erneut wieder in das größte kostenlose Open-Air-Festival Europas.

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Der Rahmen: Trotz des im Vergleich zu früheren Jahren ungewöhnlich späten Termins (Anfang Juli) strömten täglich Hunderttausende Besucher auf das 4,5 Kilometer lange Gelände. Insgesamt gab es über 700 Stunden Programm, verteilt auf 14 Bühnen und rund 200 Acts.
Musikalische Höhepunkte
Freitag: Das Inklusionskonzert mit Thorsteinn Einarsson setzte ein starkes Zeichen, inklusive Live-Übersetzung in Gebärdensprache.
Samstag: Der Tag stand im Zeichen von Austropop und internationalen Legenden. Gert Steinbäcker sorgte mit Klassikern wie „Großvater“ für Gänsehaut-Momente. Ebenfalls auf der Bühne: Katrina (Katrina and The Waves) und die Earth, Wind & Fire Experience. Freunde härterer Klänge kamen bei Airbourne und Nanowar of Steel auf ihre Kosten.
Sonntag: Der Abschluss war geprägt von modernem Pop. Nico Santos beendete das Festival auf der Hauptbühne, nachdem Acts wie NESS, PÄM und emma das Publikum eingestimmt hatten.

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Sicherheits- & Besucherbilanz
Die Polizei zog ein positives Fazit: Trotz des enormen Andrangs blieb das Fest friedlich und ohne größere Zwischenfälle. Das Awareness-Konzept und die barrierefreien Angebote wurden als gelungene Schwerpunkte hervorgehoben.
Der Termin für das 44. Donauinselfest steht bereits fest: Es findet vom 25. bis 27. Juni 2027 statt.
Die Geschichte des Donauinselfestes ist ein klassisches Beispiel für einen „Erfolg, der alle überraschte“. Hier sind die wichtigsten Fakten für deinen Beitrag:
Die „Nullnummer“ 1983: Als Zufallserfolg
Alles begann 1983 mit einem sogenannten „kulturellen Frühjahrsfest“. Die Wiener Donauinsel war damals noch in der Endphase ihres Ausbaus und diente primär dem Hochwasserschutz.
Die Veranstalter initiiert durch den Stadtpolitiker Harry Kopietz rechneten mit etwa 15.000 Besuchern.Tatsächlich strömten damals 160.000 Menschen auf die noch halbfertige Insel. Es gab kaum Infrastruktu, kein fließendes Wasser, keine ausreichenden Sanitäranlagen und eine improvisierte Stromversorgung.Trotz der widrigen Umstände wurde das Fest als „Woodstock pur“ wahrgenommen. Der enorme Zuspruch war das Signal für die Stadt: Dieses Event muss eine jährliche Institution werden.
Nach dem Erfolg begann man mit der Planungen für das erste „richtige“ Donauinselfest.
Videobeitrag von der Plattform „Wien erleben“
Am 7. Mai 1984 wurde das Fest offiziell durch den Gemeinderatsausschuss für Kultur benannt.Seit diesem Jahr findet es jährlich im Sommer statt, entwickelte sich schnell vom kleinen Musik-Event zum größten Freiluft-Festival Europas und prägte das Wiener Stadtbild maßgeblich.
Die Vision dahinter
Politisch wurde das Donauinselfest oft als Gegenstück zu bereits existierenden Veranstaltungen positioniert (wie dem Volksstimmefest der KPÖ oder dem Wiener Stadtfest der ÖVP). Die Idee war, einen niederschwelligen Zugang zu Kultur und Musik für alle Wienerinnen und Wiener zu schaffen. Harry Kopietz, der als „Vater des Inselfestes“ gilt, hatte die Vision, die Donauinsel nicht nur als ökologische Schutzbarriere, sondern als pulsierendes Zentrum der Stadtkultur zu etablieren.
Kultur OnlineTV-FM
Andreas Schwarz
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