Die britische Singer-Songwriterin sorgt heute in den UK-Charts für Aufsehen. Mit ihrem neuen Album Everything’s Fine hat sie heute gleich drei Top-10-Platzierungen in den offiziellen Genre-Charts (u. a. Platz 2 in den Jazz & Blues Charts) erreicht und das komplett als unabhängige Künstlerin ohne großes Plattenlabel im Rücken.

© Bild credit SCOTT CHALMERS
Hollie Rogers ist eine britische Singer-Songwriterin, die für ihre kraftvolle Stimme, ihr starkes Storytelling und ihre ehrlichen Texte bekannt ist. Sie kombiniert Elemente aus Folk, Pop, Jazz und Blues. Ihre Musik lebt von roher Emotion und einer enormen Bühnenpräsenz, weshalb sie sich in der britischen Independent-Szene über die Jahre einen echten Namen erspielt hat.
Hollies Karriere startete nicht über Nacht durch eine Castingshow, sondern klassisch „von der Pike auf“. Sie hat vor über einem Jahrzehnt angefangen, in kleinen Pubs und auf lokalen Festivals in Großbritannien zu spielen.
Aufmerksamkeit erregte sie vor allem durch die Unterstützung von hochkarätigen BBC-Moderatoren (wie Bob Harris) und durch Auftritte im Vorprogramm von bekannten Künstlern wie Suzanne Vega, Midge Ure oder Paolo Nutini. Anstatt sich an ein großes Label zu verkaufen, setzte sie von Anfang an auf eine extrem treue Fangemeinde. Ihr aktueller Erfolg mit dem Album Everything’s Fine ist das Ergebnis von jahrelanger harter Arbeit, Mundpropaganda und Crowdfunding.
Grundsätzlich gilt die Jazz- und Blues-Szene als traditionell und verdammt schwer zu knacken, besonders für junge, unabhängige Künstler. Früher brauchte man zwingend die richtigen Kontakte zu Nischen-Labels oder alternden Clubbesitzern, um überhaupt gehört zu werden. Genau da reiht sich Hollie Rogers ein hat sich das durch zwei Faktoren massiv geändert:
Hollie Rogers macht keinen staubigen „Pure Jazz“ der 50er Jahre. Sie mischt Blues-Attitüde mit modernem Songwriting. Das öffnet Türen zu einem jüngeren, breiteren Publikum, das über Streaming-Plattformen und Social Media nach handgemachter Musik sucht.
Die Macht der „Indies“: Während die großen Pop-Labels straucheln, weil sie ständig dem nächsten TikTok-Trend hinterherjagen, funktioniert die Jazz- und Blues-Community anders. Hier zählen Authentizität und Live-Qualität. Hollie hat bewiesen, dass man kein Millionen-Budget braucht, wenn die Musik die Menschen berührt die Fans kaufen die Alben direkt bei ihr, was sie jetzt mitten in die Top 10 katapultiert hat.
Beitrag: Markus Richter
Themen: Jazz Ki Songwirterin














