Hotel Portofino

Das britische Historiendrama entführt feinfühlig und atmosphärisch in die malerische Kulisse der italienischen Riviera der 1920er-Jahre, wo der Glanz einer neuen Ära auf die Schatten des Aufstiegs des Faschismus trifft.

Verfügbarkeit in der ARD Mediathek

Rezension (Serienkritik: S01/E01)

Bewertung: ★★★★☆ (4 von 5 Sternen)

Ein elegant inszenierter, sonnendurchfluteter Auftakt voller familiärer Geheimnisse, gesellschaftlicher Spannungen und britischem Charme Die Regie fängt den Einstieg in die Familiensaga mit großer Liebe zum historischen Detail, traumhaften Landschaftsaufnahmen und einem feinen Gespür für die zwischenmenschlichen Dynamiken ein. Die Auftaktfolge führt in das Jahr 1926 und begleitet die britische Hotelbesitzerin Bella Ainsworth (Natascha McElhone), die an der ligurischen Küste ein nobles Hotel für anspruchsvolle britische Reisende etablieren will. Während Bella mit den anstrengenden Gästen, finanziellen Sorgen und den psychischen Wunden ihres im Ersten Weltkrieg traumatisierten Ehemanns kämpft, gerät die Familie immer stärker in den Strudel der sich vor Ort formierenden faschistischen Politik. Zwischen charmantem Dolce Vita und subtilem gesellschaftlichem Druck entfaltet sich ein vielschichtiges Beziehungsgeflecht. Stärken

  • Hervorragendes Ensemble: Natascha McElhone trägt die Serie als resolute, geschäftstüchtige Hotelierin mit großer Souveränität. Auch Mark Umbers und das facettenreiche Gast-Ensemble verleihen dem Auftakt viel Klasse.
  • Herrliche visuelle Ästhetik: Die historischen Kostüme, die strahlenden Postkarten-Kulissen der ligurischen Küste und die detailverliebte Innenausstattung erzeugen von der ersten Minute an eine wunderbare Period-Drama-Atmosphäre.
  • Gelungener Spannungsbogen: Das Skript verknüpft die leichten, sommerlichen Urlaubsstränge geschickt mit ernsteren politischen und persönlichen Konflikten, die im Hintergrund schwelen. Schwächen
  • Gemächliches Erzähltempo: Wer rasante Wendungen oder knallharten Thrill sucht, könnte den anfangs sehr handlungsruhigen, stimmungsfokussierten Ton als etwas konventionell empfinden. Fazit Ein rundum gelungener Auftakt für Liebhaber klassischer Kostümdramen und atmosphärischer Familiensagen im Stil von „Downton Abbey“. Die Serie weckt großes Interesse an den weiteren Entwicklungen im Hotel Portofino.

Kultur Online Tv Redaktion:myScreenGuide

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