Eine pointierte, humorvolle Gesellschaftssatire über Fettnäpfchen im Kulturwandel, Woke Culture und den Versuch, es allen recht zu machen.
Verfügbarkeit in der ARD-ORF Mediathek bis zum 16.November 2026
Rezension (Filmkritik)
Bewertung: ★★★★☆ (4 von 5 Sternen)
Heinz Hellmich (Jan Josef Liefers) steht mächtig unter Druck: Um seinen Job in der Firma zu retten, muss der Endfünfziger beweisen, dass er kein gestriger „alter weißer Mann“ ist, sondern den modernen Zeitgeist voll verstanden hat. Sein Plan für den Neustart ist ein durchgestyltes, möglichst diverses Abendessen mit der Führungsetage und der Familie. Doch zwischen ambitionierter Menüplanung, gut gemeinten Absichten, familiären Querschüssen und peinlichen Missverständnissen gerät der Abend schnell zum humorvollen Minenfeld.
Erfolgsregisseur Simon Verhoeven verpackt aktuelle gesellschaftliche Reizthemen wie Wokeness, Political Correctness und den Rabatt auf Vorurteile in eine klassisch aufgebaute Ensemble-Komödie.
Stärken
- Treffsichere Besetzung: Jan Josef Liefers überzeugt auf ganzer Linie als bemühter Sympathieträger, der mit voller Absicht von einem Fettnäpfchen ins nächste tritt. Das gesamte Ensemble (u. a. Nadja Uhl, Elyas M’Barek und Friedrich von Thun) agiert extrem spielfreudig.
- Humor mit Augenzwinkern: Der Film hält beiden Seiten den Spiegel vor – sowohl den verkrusteten Ansichten der älteren Generation als auch den teils übersteigerten Ansprüchen moderner Debattenkultur.
- Hohes Erzähltempo: Die Zuspitzung der Ereignisse rund um das Dinner sorgt für beste Unterhaltung und durchgehende Slapstick- sowie Dialogkomik.
Schwächen
- Themenüberladung: Um möglichst viele Aspekte des Kulturwandels unterzubringen, werden manche Nebenstränge und Figuren etwas klischeehaft oder oberflächlich abgehandelt.
Fazit Eine äußerst vergnügliche und versöhnliche Gesellschaftskomödie, die sensible Themen mit Witz und Herz aufgreift, ohne dabei belehrend zu werden.
Kultur Online TV Redaktion: myScreenGuide

Kultur Online TV Redaktion: myScreenGuide











