Die Verfilmung von Matthias Brandts Roman blickt feinfühlig und nostalgisch auf das schmerzhafte und prägende Heranwachsen eines Jugendlichen im Spätherbst 1979.
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Rezension (Spielfilm / Hörspiel)
Bewertung: ★★★★☆ (4 von 5 Sternen)
Ein melancholischer, atmosphärisch dichter Blick auf die erste große Liebe, Verlust und die Wucht prägender Erinnerungen Der Film inszeniert den emotionalen Ausnahmezustand der Jugendjahre mit großer handwerklicher Sorgfalt, viel Feingefühl und einem starken Gespür für die Seelenlandschaft seiner Figuren. Die Handlung wechselt zwischen dem Herbst 1979, in dem sich für den 15-jährigen Motte durch die schwere Krankheit seines besten Freundes Bogi, die Scheidung der Eltern und erste Liebesgefühle alles verändert, und der Gegenwart.
Jahre später kehrt Motte als erwachsener Statiker an jenen Ort zurück, der für ihn Zuflucht und Schmerz zugleich war: Er soll das verwitterte Freibad abreißen, auf dessen Zehnmeterturm er einst Trost suchte. Die Erinnerungen an diesen Sommer holen ihn mit aller Wucht ein. Stärken
- Hervorragende Besetzung: Sowohl der junge Hauptdarsteller Timothy Scannell als auch Bjarne Mädel als reifer Motte fangen die Zerrissenheit und Melancholie der Figur auf berührende Weise ein.
- Authentisches Zeitkolorit: Die detailverliebte Ausstattung und der Soundtrack (mit David Bowie als Anker) versetzen den Zuschauer unmittelbar in das Jahr 1979 zurück.
- Feinfühliges Drehbuch: Die Adaption von Matthias Brandts Roman balanciert meisterhaft zwischen jugendlicher Leichtigkeit und tiefem, existenziellem Schmerz. Schwächen
- Ruhige Erzählweise: Wer eine temporeiche Handlung sucht, braucht bei diesem melancholischen, stark introspektiven Drama etwas Geduld. Fazit Ein rundum gelungener, tiefgründiger Arthaus-Film für Liebhaber sensibler Coming-of-Age-Dramen und starker literarischer Stoffe. Das Werk hinterlässt einen bleibenden emotionalen Eindruck.

Kultur Online Tv Redaktion:myScreenGuide











